Guten Morgen, FDP! Auch schon wach?

Seit sechs Jahren werden die Lehrpläne nach und nach durch Fachanforderungen ersetzt. Gerade aufgrund der Veränderungen in der Schulstruktur, aber vor allem auch durch die fachdidaktische Weiterentwicklung ist dies notwendig. In über zwanzig Fächern sind die neuen Fachanforderungen bereits in Kraft getreten – und das überwiegend mit großer Zustimmung aus den Lehrerzimmern.

Das ist auch nicht überraschend, denn FachvertreterInnen aus den Lehrerkollegien saßen in den jeweiligen Kommissionen, die die Entwürfe für die Fachanforderungen erstellt haben.

Auch im Rahmen der Anhörungsverfahren hatten die Fachkollegien noch einmal die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Davon haben auch etliche LehrerInnen und Fachkollegien Gebrauch gemacht. Für zwei Fächer haben auch wir vereinzelt kritische Zuschriften erhalten. Dass die Rückmeldungen aus den Fachkollegien nicht ungehört geblieben sind, zeigt sich zum Beispiel an den Fachanforderungen für Wirtschaft und Politik (WiPo) und Geschichte, die nach dem Anhörungsverfahren noch einmal grundlegend überarbeitet worden sind.

Was folgt daraus? Erstens, dass der Prozess so geheim also nicht gewesen und auch von fehlender Einbeziehung der FachvertreterInnen nicht die Rede sein kann, liebe FDP. Und zweitens, dass auch Kritikpunkte vom Ministerium berücksichtigt wurden.

Gegenwärtig stehen noch die Fachanforderungen für die Fächer Technik, Textillehre und Chinesisch aus. Originell, dass die FDP nun am Ende des Prozesses und während die meisten Fachanforderungen schon umgesetzt werden, ein Moratorium und einen „breiten Dialog mit den Fachvertretern“ fordert. Da hat wohl offensichtlich eine Fraktion den Prozess total verschlafen.

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