Zu den heute (29. November 2016) vorgestellten Ergebnissen der „Trends in International Mathematics and Science Study“ (TIMSS) sagt die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:
Nachdem Schleswig-Holsteins SchülerInnen bundesweit bei der IQB-Studie zu Deutsch und Englisch in der neunten Klasse sehr gut abgeschnitten haben, gab es heute Ergebnisse, die uns nicht gefallen können. In der internationalen Vergleichsstudie TIMSS („Trends in International Mathematics and Science Study“), zu Mathe und Naturwissenschaft in den Grundschulen, hat Deutschland nicht gut abgeschnitten. Bei Mathematik liegen die Schülerleistungen leicht unter dem OECD-Durchschnitt, bei den naturwissenschaftlichen Fragestellungen leicht darüber.
Knapp ein Viertel der ViertklässlerInnen sind nicht fit für Mathe an der weiterführenden Schule, aber auch in der „Spitzengruppe“ befinden sich im internationalen Vergleich sehr wenige Kinder. Nun liegen uns Bundeswerte vor, eine länderscharfe Auswertung wird es nicht geben.
Die Ergebnisse sind aber auch enttäuschend, da wir in der Grundschule das Interesse sowohl bei den leistungsschwächeren wie auch mathebegeisterten Jungen und Mädchen für die Naturwissenschaften wecken wollen. Beispielsweise in Mathe mit dem Programm „Mathe macht stark“ und mit vielfältigen Mathewettbewerben, wie der Mathe-Olympiade.
Die Ausbildung von Grundschullehrkräften wurde umgestellt und die Fachlichkeit wurde deutlich erhöht. Den Hinweis der Studie, dass vor allem Kinder von Ganztagsangeboten profitieren, bei denen keine Eltern bei den Hausaufgaben helfen können, nehmen wir ernst. Dieser Bereich muss und soll in der nächsten Legislaturperiode mehr Schwung bekommen.
Fraktion SH


