Zur Debatte um kleine Grundschulen und neue Oberstufen sagt die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:
Die CDU-Bildungspolitikerin Frau Franzen behauptet, die Landesregierung würde kleine Grundschulstandorte schließen, um die neuen Oberstufen gegenzufinanzieren. Das ist kompletter Kokolores und eine unredliche Behauptung.
Erstens: Es gibt weiterhin Außenstellen, die kleiner sind als 44 Schülerinnen und Schüler – und das finden wir Grünen auch gut so.
Zweitens: Es war der CDU-Finanzminister Wiegard, der – bestätigt durch seine Fraktion – an den Stabilitätsrat gemeldet hat, man könnte Jahr für Jahr 50 Stellen streichen, wenn man nur Klassen vergrößert und kleine Schulstandorte schließt. Vor diesem Hintergrund vergießt Frau Franzen unredliche Krokodilstränen.
Drittens: Die Schließung von zwei Außenstellen reicht wohl kaum zur Ausfinanzierung von mehreren Oberstufen. Das ist einfach hanebüchen! Davon abgesehen, spart die Schließung faktisch keine relevanten Lehrerstunden ein, weil die Bemessungsgrundlage pro Kopf erfolgt. Die Schüler gehen ja künftig nicht nicht zur Schule, Frau Franzen! Das gilt umgekehrt ebenfalls: Wenn die Sek II- Schülerinnen und Schüler an anderer Stelle eine Oberstufe besucht hätten, würde es auch dafür Lehrerzuweisungen geben. Man muss das aber auch verstehen wollen!
Tatsächlich räumt das Gesetz den Schulen eine Frist von drei Jahren ein, um die nötigen Zahlen zu erreichen. Die ist noch nicht verstrichen. Bevor man sich also echauffiert, sollte frau vielleicht lieber erst einmal abwarten. Empörungsreflexe allein helfen nicht weiter.
Fraktion SH


