Wahlfreiheit ist ein sinnvoller Weg

Zur Forderungen des Aktionsbündnisses „Gemeinsam für humane Bildung“, die Benotung an Grundschulen abzuschaffen, sagt die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:

„Grundschulen sollen selbst entscheiden, ob sie in Klasse 3 und – das wäre neu – in Klasse 4 Ziffernnoten geben wollen. Ich sehe die Forderungen des Aktionsbündnisses als Rückenwind für die neue Regelung. Kompetenzzeugnisse geben oft ein viel genaueres Bild vom Leistungsstand der Kinder und sind trotzdem übersichtlich. Darum ist es gut, dass die Landesregierung diesen Weg öffnet.

Es gibt aber auch viele Schulen und Eltern, die sich noch nicht von den bekannten Ziffernnoten verabschieden mögen. Die Notengebung muss zum Schulprofil passen – darum ist Wahlfreiheit der sinnvolle Weg. Auch hier zeigt sich: Die Koalition macht Bildungspolitik mit Augenmaß, sucht Kompromisse statt Kontroverse.“

Hintergrund:

Schon heute gibt es in Grundschulen die Möglichkeit, bis in die 3. Klasse auf Ziffernnoten zu verzichten. Auch in den Gemeinschaftsschulen kann in den Klassen 5 bis 7 auf Ziffernnoten verzichtet werden. Dies führt dazu, dass viele SchülerInnen zwischen den Klassen 1 und 7 nur in der 4. Klasse ein Zeugnis mit klassischen Schulnoten bekommen. Im Bildungsdialog gab es den Wunsch, diesen Bruch zu vermeiden und hier mehr Freiheit zu erlangen. Genau dieser Entwurf geht jetzt in die Anhörung der Verbände.

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