Bis 2025 fehlen bundesweit 25.000 Lehrkräfte. Wir merken den Lehrkräftemangel auch bei uns in Schleswig-Holstein. Vor allem an Grundschulen, Förderzentren und an beruflichen Schulen im gewerblich-technischen Bereich ist der Mangel groß. Um diesen Mangel zu beheben, brauchen wir ein Konzept. Dieses Konzept legt die Landesregierung mit ihrem Bericht vor.
Wir Grüne wollen alle Schulen fit für die Digitalisierung machen. Unsere Jamaika-Koalition tut viel dafür. In den kommenden zwei Jahren werden alle Schulen an schnelles Internet über Glasfaser angeschlossen. Digitale Bildung ist aber noch viel mehr als Tablets und WLAN für alle. Gerade bei der Wartung der Geräte und der Entwicklung medienpädagogischer Konzepte brauchen die Schulen mehr Unterstützung.
Rede im Landtag - Das Land ist als größter Arbeitgeber in Schleswig-Holstein und mit jährlich 2.000 Ausbildungsplätzen auch ein großer Anbieter von Ausbildung. Das ist richtig und wichtig, für die jungen Menschen, die eine hochwertige Ausbildung machen können. Und es ist gut für das Land, das mit anderen Arbeitgebern konkurriert, um alle Stellen mit Fachkräften zu besetzen.
Rede im Landtag - Drei wichtige Themen in einer Rede von fünf Minuten unterzubringen, das ist schon eine echte Herausforderung. Für eine gute medizinische Versorgung sind Pflegekräfte und Gesundheitsfachberufe das A und O. Wir stecken mittendrin im Fachkräftemangel und in ganz Schleswig-Holstein werden händeringend Fachkräfte im Gesundheitswesen gesucht. Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie oder andere Gesundheitsfachberufe: Wir brauchen sie alle dringend.
Rede im Landtag - 2234: Eine der wichtigsten Zahlen der diesjährigen Haushaltsberatungen findet man nicht im Haushalt. 2234 Schüler*innen verlassen unsere Schulen jährlich ohne Schulabschluss. 2234 Schüler*innen, die mit sehr schlechten Zukunftsperspektiven ins Leben entlassen werden. Jede*r einzelne ist eine*r zu viel.
Wir Grüne kritisieren den Entwurf des Bundes, bei Bildungsinvestitionen eine 50:50-Aufteilung zwischen Bund und Ländern grundgesetzlich festzuschreiben. Bildung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der der Bund sich nicht aus der Verantwortung ziehen darf.
Der Bildungsbonus gibt Schulen mit besonderen Herausforderungen Rückenwind. Er ist wichtig, um Schüler*innen intensiver zu fördern, Lehrkräfte zu unterstützen und positive Bildungsbiographien zu schaffen. Beispiele wie das „Rütli-Wunder“ zeigen, dass es mit zusätzlichen pädagogischen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen gelingt, diese Herausforderungen zu bestehen und in positive Bahnen zu lenken.
Es ist gut, dass sich die Fraktionen im Bundestag auf eine Grundgesetzänderung geeinigt haben. Wichtig ist, dass der Bund die Länder bei der Qualität und auch dauerhaft unterstützen kann und dass zusätzlich in Personal investiert werden kann.
Demokratiebildung kommt in Schulen leider viel zu kurz – auch wenn sie natürlich durchaus mitgedacht wird, wenn Unterricht nach demokratischen Werten ausrichtet wird. Demokratie beginnt bereits in der Gestaltung des Schulalltags, beispielsweise durch Mitbestimmung der Schüler*innen. Auch im Bereich Unterrichts-Feedback oder einer gemeinsamen Gestaltung von Unterricht durch Schüler*innen und Lehrende ist noch Luft nach oben.
Dass die Veranstaltung wegen der massiven Drohungen aus dem rechtsextremen Spektrum abgesagt wurde, war eine richtige Entscheidung. Die Sicherheit der Schüler*innen bleibt die oberste Priorität.