Die Kritik der GEW können wir nachvollziehen. Auch uns haben die Rhetorik und Schlussfolgerungen der Ministerin überrascht. Immerhin haben die bildungspolitischen Maßnahmen der letzten Jahre dazu geführt, dass sich Schleswig-Holsteins Schüler*innen verbessert haben.
Von 2006 bis 2015 stieg der Anteil der Schüler*innen, die trotz eines eher bildungsfernen Elternhauses solide Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften erwerben, von 25 Prozent auf 32,3 Prozent. Aber dieses Ergebnis ist gleichzeitig ein Auftrag. Wir sind zwar besser geworden, aber lange noch nicht gut genug.
Lesen ist für eine gute Bildung ebenso essentiell. Der Zugang und Umgang mit der gedruckten Schrift, den elektronischen Bild- und Tonmedien ist eine wesentliche Voraussetzung sowohl für die persönliche Bildung als auch für die gesellschaftliche Teilhabe. Kulturelle Bildung ist sozusagen das kleine Einmaleins für diese Teilhabe.
Die gesundheitliche Belastung der Lehrer*innen in unserem Land ist ein wichtiges Thema. Wir haben als Jamaika-Koalition deshalb einen Antrag in den Landtag eingebracht um ein Konzept zur Verbesserung des Gesundheitsmanagement an Schulen zu erarbeiten.
Es ist gut, dass sich diese Regierung mit den Kommunen einigt und sie in ihrer Arbeit unterstützt. Die Kommunen und ihre Aufgabenerfüllung stellen einen zentralen Punkt im Alltag der Bürger*innen dar. Sie dabei zu stärken, kommt allen zu Gute. Uns Grünen ist dabei insbesondere die Unterstützung der Kleinsten ein Anliegen, denn sie ist eine wichtige Grundlage für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Bildungsgerechtigkeit beginnt in der Kita.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes bringt endlich Bewegung in das Zulassungsverfahren in den vier Studiengängen Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie in der Pharmazie, in denen die Studienplätze zentral vergeben werden. Jetzt ist es unsere Aufgabe als Länder, gemeinsam mit dem Bund bis 2019 alternative Auswahlkriterien neben der Abiturnote zu entwickeln.
Mit der Wahl zur ersten Beauftragten für Diversität hat Frau Elstner die Möglichkeit im kommenden Jahr, die Grundlage für die Ausrichtung der Diversitätsstrategie der Christian-Albrechts-Universität zu gestalten. Für diese wertvolle Arbeit in der Landeshauptstadt wünschen wir einen erfolgreichen Start.
Rede im Landtag - Mit der Änderung des Hochschulgesetzes folgen wir dem Engagement der Fachhochschulen in Schleswig-Holstein. Die Möglichkeit zur Umbenennung einer Fachhochschule mag ein kleiner Schritt im Hochschulgesetz sein, aber es ist ein großer Schritt für die Erkennbarkeit der Vielfalt unserer Wissenschaftslandschaft. So wird die Profilstärke der einzelnen Standorte bereits im Namen erkennbar.
Rede im Landtag - Die Schülerbeförderung ist eine kommunale Aufgabe. Und die Kommunen wären nicht amüsiert, wenn das Land sich in ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht einmischen würde, ihre Aufgaben in eigener Verantwortung zu regeln. Aber die Kreisgrenzen überschreitende Schülerbeförderung ist ein Problem. Und es wäre gut, wenn die Kreise bei der Ausgestaltung des ÖPNV mehr über Kreisgrenzen hinweg planen würden.
Rede im Landtag - Auch in diesem Bewerbungsverfahren ist Schleswig-Holstein mit drei Exzellenzinitiativen im Rennen. Das ist eine gute Nachricht für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein. Exemplarisch lässt sich die Relevanz der Exzellenzcluster am „Ozean der Zukunft“ darstellen. Hier wird interdisziplinäre Spitzenforschung zu einer der entscheidenden Fragen unserer Zeit.