Mit unserem Antrag zur Schaffung eines Studiengangs für Bauingenieur*innenwesen an der FH Kiel reagieren wir auf einen Bedarf. Einen Bedarf, den wir auf allen Ebenen wahrnehmen können. Die kommunalen Vorhaben verzögern sich, weil zu viele Planer*innen lieber Landesprojekte realisieren. Die Ursachen sind vielfältig, aber eines ist offensichtlich: Es fehlt an Ingenieur*innen! Genau auf diese Herausforderungen soll der Studiengang an der Fachhochschule Kiel zugeschnitten sein.
Rede im Landtag - Wir wollen ein System, das allen Schüler*innen von den Inseln und Halligen gleiche Bedingungen für den Schulbesuch bietet. Da sind wir uns mit dem SSW einig. Wir vertrauen der Landesregierung, dass sie mit dem Kreis Nordfriesland und den Ämtern und Gemeinden einen Vertrag verhandelt, der dies leistet.
Für uns Grüne sind Leistung und individuelle Förderung in neuen Lernformen kein Widerspruch. Im Gegenteil: Mit Freude am Lernen und kompetenzorientierten Entwicklungsberichten laufen viele SchülerInnen zu Höchstform auf.
Wir werden die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein stärken, auch wenn sie in die Ressortzuständigkeit des Wirtschaftsministeriums fällt. Ich habe durchaus Verständnis für die Sorgen der GEW, allerdings steht die Abschaffung vom Sportunterricht oder der politischen Bildung für mich überhaupt nicht zur Debatte. Wer damit heute ernsthaft liebäugelt, scheint so einige Warnsignale der Gegenwart fahrlässig zu ignorieren.
Neben einem flächendeckenden Angebot kommt es vor allem auf die Qualität der Ganztagsschulen an. Alle SchülerInnen im Land haben das Recht auf gute Bildung, unabhängig von der Unterstützung durch ihr Elternhaus.
Dass der Präsident der Fachhochschul Kiel, Udo Beer, wieder einmal mit der Rückkehr zur Anwesenheitspflicht liebäugelt, überrascht mich nicht. Das Argument von Herrn Beer, dass sich durch eine Wiedereinführung einer Anwesenheitspflicht die Prüfungslast mindern würde, halte ich für vorgeschoben.
Die Haushalteckwerte zeigen, dass wir trotz großer Herausforderungen mit kluger Finanzpolitik die Zukunft gestalten können. Es ist gut, dass wir den Fokus auf Bildung setzen! Denn hier stellt sich die grundlegende Gerechtigkeitsfrage - gute Kitas schaffen Chancen für alle Kinder.
Wir brauchen die strukturelle Unterstützung des Bundes. Bauen ist das eine. Um die Bauten aber mit guter Bildung zu füllen, braucht es Lehrkräfte, SozialpädagogInnen, Ganztagskräfte und einiges mehr. Gleichwertige Lebensverhältnisse mit gleichen Bildungschancen gibt es nur mit ausreichender finanzieller Ausstattung in allen Bundesländern.
Die Frage, wie „Brennpunktschulen“ gezielt unterstützt werden können, ist komplexer und damit der „Bildungsbonus“ nicht verpufft, bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. Wir bitten die Landesregierung deshalb, uns ein Konzept zur Umsetzung des „Bildungsbonus“ vorzulegen.
Mit unserem Gesetzentwurf zur Rückkehr zu G9 machen wir jetzt Nägel mit Köpfen. Politisch haben wir dies in den Koalitionsverhandlungen entschieden, jetzt folgt die fachliche Umsetzung durch die Änderung des Schulgesetzes.