In der vergangenen Wahlperiode hatte die CDU unseren Landtagsantrag zur Weiterentwicklung des Bildungsföderalismus noch abgelehnt. Wir begrüßen, dass sich die CDU nun endlich auch in der Bildungspolitik in unsere Richtung bewegt.
Anke Erdmann: In Dithmarschen – zum Beispiel – werden im Jahr 2025 rund ein Drittel weniger Kinder und Jugendliche leben als noch 2006, ebenso in Ostholstein, Schleswig-Flensburg und Steinburg.
Die Schülerzahlen sinken gerade im ländlichen Raum. Die Grundschulen merken dies als erste, viele Standorte sind bereits geschlossen worden. Welche Chancen – aber auch welche realistischen Grenzen – gibt es für die Bildung im ländlichen Raum?
Rasmus Andresen:Egal, mit wem man im Land spricht, der Konsens darüber, dass sich beim Lehramt etwas ändern muss ist groß. Und genau deshalb arbeiten wir mit den Hochschulen und vielen anderen an einer Neuaufstellung des Lehramts.
Rasmus Andresen: Studiengebühren halten viele junge Menschen vom Studium ab und führen zu einer noch stärkeren Selektion in der Bildungslandschaft. Unsere Koalition wird hingegen mehr junge Menschen zu BildungsaufsteigerInnen machen, dies ist einer unserer Schwerpunkte.
Eine Schule, die Kinder erst mal nimmt wie sie sind. Eine Einschulungspraxis, die Zeit lässt, ohne dass die Eltern schlaflose Nächte haben. Regelungen, die auch Grundschullehrkräften nicht den Schlaf rauben – darum geht es.
Uns liegen Anträge zur Flexibilisierung des Einschulalters von FDP und CDU vor. Damit machen Sie sich den Aufruf von Kindern- und JugendpsychiaterInnen sowie KinderärztInnen zu Eigen. Schön, dass die Ministerin dies in den Bildungsdialog aufnimmt. Wir sind für eine Ausschussüberweisung, das vorweg.
Wir Grüne begrüßen die Vereinbarung zwischen Wissenschaftsministerin Wara Wende und der Universität Flensburg. Sie liegen sehr nah an den Vorstellungen, die wir Grüne für das Lehramt in den letzten Jahren konzipiert haben.
Sie werfen uns vor, wir würden mit unserem Vorschaltgesetz den Dialogprozess missachten. Den Widerspruch sehe ich nicht, aber auf das Spannungsverhältnis möchte ich kurz eingehen - in der ersten Lesung habe ich das ausführlich getan. Der Bildungsdialog ist breit angelegt: Es geht um Themen wie Inklusion, Unterrichtsausfall, den Übergang von Schule und Beruf, verschiedene Wege in die Oberstufe und so weiter.