Keine atomare Bad Bank!

Zur Ankündigung des E.on-Konzerns, sich zukünftig auf erneuerbare Energien auszurichten und die Bereiche Atomkraft, Kohle und Gas auszugliedern, sagt der energiepolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:

Nach jahrzehntelanger offener und verdeckter Propaganda gegen die erneuerbaren Energien scheint die Energiewende endlich auch beim E.on-Konzern angekommen zu sein. In den 90er Jahren behauptete E.on noch, dass das Netz technisch nicht mehr als ein Prozent erneuerbare Energien vertragen würde. Zum Glück ließen sich Schleswig-Holsteins BürgerInnen von einem solchen Unsinn nicht beirren. Sie haben mit ihren Windparks und Solaranlagen bereits eine große Strecke des Weges zurückgelegt, während nun der erste Großkonzern überhaupt an den Start geht.

Grüne Ideen liefern weltweit schwarze Zahlen. Diese Erkenntnis schien nun auch bei E.on angekommen zu sein. Gerade in Schleswig-Holstein sind Bürgerwindparks und Bürgersolaranlagen zur Regel geworden. Die Energiewende in Bürgerhand funktioniert in Schleswig-Holstein wunderbar. Wir brauchen auch in Zukunft keine Großkonzerne, sondern eine Akteursvielfalt!

E.on ist in Schleswig-Holstein an den Atomkraftwerken Krümmel, Brunsbüttel und Brokdorf beteiligt. Daher bleibt es von entscheidender Bedeutung, dass die Gelder für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Atommülllagerung nicht verloren gehen. Atomkosten dürfen nicht in eine Bad Bank verschoben werden.

Ich bin mir sicher, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung die E.on-Umstrukturierung mit Argusaugen verfolgen wird, damit der Atomausstieg mit seinen Ewigkeitskosten am Ende nicht von den BürgerInnen bezahlt werden muss. Wir dürfen die VerursacherInnen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen!

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