Rostfässer: Ewigkeitskosten des Atomprogramms

Zum Start der Bergung von rostigen Fässern im AKW Brunsbüttel sagt der energiepolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:

Hätte man vor Jahren vorausgesagt, dass in einem deutschen Atomkraftwerk Atommüllfässer durchrosten, hätte man das für eine absurde Parole der AtomgegnerInnen abgetan.

Heute wissen wir, dass die Atomindustrie am Technologiestandort Deutschland extreme technische Fehler zu verantworten hat. Das Verfahren zur Bergung der Rostfässer in Brunsbüttel kann nicht besser sein, als die Verhältnisse zulassen. Drei ungünstige Bedingungen lassen eine befriedigende Bergetechnik nicht zu:

  1. Die Verhältnisse sind sehr beengt. Die Deckenhöhe lässt eine Bergung von

sechs übereinanderstehenden Fässern in einem Abstellquadranten nicht zu.

  1. Die Fässer sind in Folge der Durchrostung teilweise instabil.
  2. Auch schwach- und mittelradioaktiver Abfall ist extrem gefährlich. Die Bergung

muss daher sehr gut abgeschirmt werden.

All das verursacht hohe Kosten. Die politisch Verantwortlichen für das Atomprogramm müssen zur Kenntnis nehmen, dass Atomenergie nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Privatwirtschaftlich rentabel läuft Atomkraft weltweit nirgendwo.

Das Handelsblatt rechnet in seiner jüngsten Ausgabe vor, dass die Kosten des Atomprogramms in Deutschland die Einnahmen um 54 Milliarden Euro überschreiten. Heute will es niemand gewesen sein, der das Atomprogramm befürwortete.

Die Rostfässer von Brunsbüttel sind nur ein kleiner Teil der Ewigkeitskosten des Atomprogramms.

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