Energiewende

Fracking: Weg vom Öl

Sollen wir wirklich heute schon den letzten Tropfen Öl aus den Tiefen unseres Heimatbodens Schleswig-Holstein rauspressen? Was bleibt noch nach für kommende Generationen? Wie ist das vereinbar mit unserer Klimaschutzpolitik? Wo bleibt da eine Rohstoffstrategie?

Fracking: Weg vom Öl!

In Schleswig-Holstein sind sich alle einig: Fracking, das Einpressen von Flüssigkeiten und Chemikalien zur Erzeugung von Gesteinsrissen, um Öl oder Erdgas zu gewinnen, ist eine Technologie, deren Risiken nicht abschätzbar sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Chemikalien das Grundwasser erreichen und verseuchen.

Nachhaltiger Wasserschutz hat Vorrang

Landtagsrede zum TOP 37 – Keine Genehmigung für Fracking in SH

Das Fracking, das Einpressen von Flüssigkeiten zur Erzeugung von Gesteinsrissen, ist eine bergbauliche Methode zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten. In den USA wird diese Technologie in großem Umfang eingesetzt. Die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten hat zu einem zusätzlichen Gasangebot geführt und zu sinkenden Gaspreisen in den USA. Es gibt Prognosen, dass die USA sich wegen der Fracking-Technologie zum Selbstversorger mit Erdgas entwickeln oder sogar Exportüberschüsse verwirklichen können. Es gibt jedoch kritische Berichte über große Umweltprobleme bis hin zu starker Verunreinigung des Grundwassers. Für Aufregung sorgte ein Film von Umweltschützern. Aus dem häuslichen Wasserhahn in einem Fracking-Gebiet strömte Methan, das mit dem Feuerzeug angezündet werden konnte. Erdgas aus dem Wasserhahn - unglaublich.

Norwegenkabel auf gutem Weg

Aus energiewirtschaftlicher Sicht ein Traumland: Norwegen, das sich fast aus- schließlich mit Strom aus Wasserkraft versorgt. Der Strom ist reichlich, erneuerbar und kostengünstig, ein Norweger verbraucht im Durchschnitt ein Vielfaches an Strom gegenüber einem Schleswig-Holsteiner, zum Beispiel auch zum Heizen.

Gorleben ist als Atommüllendlager völlig ungeeignet

Eins ist sicher, der Salzstock in Gorleben ist völlig ungeeignet als Atommüllendlager für einen sicheren Einschluss für Hunderttausende von Jahren. Bei der bundesweiten Su- che nach einem geeigneten Endlager muss Gorleben rechtssicher ausgeschlossen werden. Weitere Erkundungen in Gorleben sind deshalb völlig sinnlos und kosten viel Geld. Der Stopp der Erkundung muss endgültig sein.

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