Geburtshilfe muss flächendeckend sicher gestellt bleiben

Zu der aktuellen Diskussion zur Schließung von Geburtsabteilungen sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

Nach den Hebammen melden jetzt auch BelegärztInnen und geburtshilfliche Abteilungen der Krankenhäuser Alarm. Die steigenden Prämien für die notwendige Berufshaftpflichtversicherung kosten vielen die Existenz. Freiberufliche Hebammen und BelegärztInnen müssen die Versicherungskosten im Gegensatz zu Festangestellten gänzlich aus eigener Tasche zahlen. Diese Rechnung geht immer öfter nicht mehr auf. Es ist nicht sinnvoll, wenn Hebammen und ÄrztInnen mit den Prämiensteigerungen allein gelassen werden.

Geburtshilfe muss flächendeckend sicher gestellt bleiben. Werdende Eltern müssen die Wahl haben, wo und wie sie ihr Kind gebären wollen: Krankenhaus, Geburtshaus, gynäkologische Praxis oder auch zu Hause.

Die Vorgabe von Gesundheitsminister Bahr, diesen Aspekt bei den Vergütungsverhandlungen zwischen Kassen und Hebammen zu berücksichtigen, ist nett, aber nicht ausreichend. Das aktuelle Verhandlungsergebnis kompensiert zwar die aktuelle Prämiensteigerung aus dem 2012, lässt aber die voran gegangenen Steigerungen von 56 Prozent seit 2009 außer Acht.

Wir brauchen eine belastbare Lösung, die dafür Sorge trägt, dass Hebammen und ÄrztInnen mit den geburtshilflichen Berufsrisiken und Versicherungslasten nicht allein gelassen werden.

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