Eins ist nach den aktuellen Informationen klar: Wir befinden uns erst am Anfang der Erkrankungswelle in Schleswig-Holstein. Es besteht Anlass zur Sorge und zu konsequentem Handeln, aber nicht zur Panik.
Zum ersten Fall von Coronavirus (Covid 19-Infektion) in Schleswig-Holstein sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:
Die Abstimmung der UKSH-Mitarbeiter*innen ist eindeutig ausgefallen. Wir respektieren das Ergebnis und haben vollstes Verständnis für die schwierige Situation der Beschäftigten. Wir wissen, dass sie in die Pflege und Medizin gegangen sind, um Menschen zu helfen. Das klare Votum zeigt erneut, dass es ihnen unter den jetzigen Bedingungen nicht möglich ist, diese Hilfe zu leisten.
Für viele Aspekte beim Thema Pflege sind die Arbeitgeber verantwortlich, aber eins ist klar: Nur gemeinsam können wir die Zukunftsaufgabe guter Pflege lösen. Das ist unser Ziel, und daran werden wir auch zukünftig mit voller Kraft arbeiten.
Rede im Landtag - All diejenigen, die selbst Kinder haben und berufstätig sind, können bestätigen, dass der Anspruch auf Kinderkrankentage knapp ist. Insbesondere in der Kita- und Krippenphase wird quasi jeder Infekt mit nach Hause gebracht. Da ist das gesetzliche Limit schnell ausgereizt.
Rede im Landtag - 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr: Der Rettungsdienst ist immer für uns alle da. Er ist eine der tragenden Säulen der medizinischen Versorgung. Es geht hierbei um Sekunden und Minuten. Die dringend nötige Hilfe muss schnell kommen. Dass der Rettungsdienst in Schleswig-Holstein gut funktioniert, ist in unser aller Interesse.
24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr: Der Rettungsdienst ist immer für uns alle da. Er ist eine der tragenden Säulen der medizinischen Versorgung. Es geht hierbei um Sekunden und Minuten. Die dringend nötige Hilfe muss schnell kommen. Dass der Rettungsdienst in Schleswig-Holstein gut funktioniert, ist in unser aller Interesse.
Es ist erschreckend, dass Ärzt*innen bei der medizinischen Versorgung unserer Mitmenschen unter Arbeitsbedingungen leiden, die sie selbst krank machen.
Gute Arbeitsbedingungen sind unverzichtbar für eine gute Patienten*innenversorgung. Das gilt für die Pflege und die medizinische Behandlung. Neun von zehn Ärzt*innen fühlen sich nach Angaben des Marburger Bundes überlastet. Bei Pfleger*innen sieht es nicht anders aus. Das macht nicht erst die aktuelle Verhandlungsposition von Verdi deutlich. So kann es am UKSH nicht weitergehen!
Wir respektieren den Beschluss der Kammerversammlung und begrüßen, dass der Vorstand der Pflegekammer beauftragt worden ist, ein Konzept für eine Vollbefragung der Mitglieder zu erarbeiten. Das ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.