Zu dem Anschlag auf den Nachtclub Pulse im amerikanischen Orlando sagt der queerpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen:
Wir Grüne trauern um die Opfer des Terroranschlags in Orlando. Die Behörden müssen Sicherheitskonzepte und Gefahrenlage für LGBTQI Veranstaltungen überprüfen.
Es wird wohl kein Zufall sein, dass genau an diesem Wochenende ein solch unbeschreiblich grausames Attentat in einem Club begangen wurde, in dem Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender diskriminierungsfrei feiern konnten. Denn zeitgleich feierten in den gesamten USA hunderttausende Menschen auf Pride-Veranstaltungen sexuelle Vielfalt.
Homophobie tötet. Homophobie ist eine der Wurzeln islamistischen Terrors. Deshalb fliehen tausende Homosexuelle vor dem IS nach Europa. Das Attentat ist auch ein Angriff auf diese Menschen.
Durch das Attentat ist deutlich geworden, dass sexuelle Minderheiten Anschlagsziel von Terroristen werden können. Ein Anschlag gegen eine bestimmte Lebensweise und Minderheit. Er unterscheidet sich deshalb von anderen. Unser Staat muss diskriminierungsfreie Räume schützen und Gewalt gegen sexuelle Minderheiten bekämpfen. Homophobe Gewalt ist auch in kleinerem Ausmaß bei uns ein Problem.
Auch bei uns in Schleswig-Holstein finden Christopher Street Days und Musikveranstaltungen für Menschen unterschiedlicher Sexualitäten statt. Wir erwarten, dass die zuständigen Behörden die Sicherheitslage für die Veranstaltungen bei uns überprüft.
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Rasmus Andresen nimmt heute Abend um 20 Uhr auf dem Flensburger Südermarkt an der Mahnwache für die Opfer des homophoben Terroranschlags in Orlando teil. Bereits um 18:30 Uhr findet in Kiel an der St. Nicolai Kirche eine Mahnwache statt.
Fraktion SH


