Kein Dumme-Jungen-Streich

Zu dem heute stattgefundenen Brandanschlag auf eine noch unbewohnte Flüchtlingsunterkunft in Escheburg sagt die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Eka von Kalben:

„Der heutige Brandanschlag ist heimtückisch. Auch wenn glücklicherweise heute niemand verletzt wurde, so können solche Anschläge auch tödlich enden und dürfen nicht als „Dumme Jungen Streiche“ abgetan werden.

Mich entsetzen dieser unergründliche Hass und diese Verantwortungslosigkeit! Er passt so gar nicht nach Schleswig-Holstein und steht im krassen Widerspruch zu unserer gelebten Solidarität. Gerade die großen Demonstrationen und Solidaritätsbekundungen der letzten Wochen, in Bad Oldesloe, in Lübeck, Flensburg und Kiel machen deutlich: Schleswig-Holstein wartet mit offenen Armen. Vereinzelte Spinner können uns da nicht irritieren.

Ich wünsche den Escheburgern, dass sie in dieser beklemmenden Situation zusammenstehen und den Vorfall gut auf- und abarbeiten können!“

Hierzu ergänzt der regionale Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Burkhard Peters:

„In den neunziger Jahren gab es auch einen Brandanschlag in Mölln, nur unweit des heutigen Vorfalls. Damals sind Menschen gestorben, soweit ist es heute noch nicht!

Die menschenverachtenden Zündler trauen sich aber wieder aus den Löchern! Sobald Flüchtlingspolitik Gegenstand parteipolitischer Auseinandersetzungen wird, nehmen sie Witterung auf und versuchen, die Stimmung für ihre Ziele auszunützen. Das war in Rostock/Lichtenhagen so, in Mölln und zuletzt in Berlin Hellersdorf. Wir Grüne appellieren deswegen an alle bürgerliche Parteien, haltet die Flüchtlingspolitik aus dem parteipolitischen Gezänk heraus. Es ist und bleibt branntgefährlich!“

Hintergrund:

Burkhard Peters hat als Vertreter der Nebenkläger die Überlebenden des Brandanschlags in Mölln vor dem Oberlandesgericht Schleswig vertreten.

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