Zur heutigen (25.11.2015) Berichterstattung in den Kieler Nachrichten bezüglich Umstrukturierungen in den Vollzugsanstalten in Schleswig-Holstein und Hamburg sagt der justizpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,
Burkhard Peters:
Nur ein Bruchteil der Frauen in der JVA-Lübeck kommt aus der Lübecker Umgebung. Für den größten Teil der in Lübeck inhaftierten Frauen liegt der Familienschwerpunkt sogar näher an Hamburg. Für einige der aus Schleswig-Holstein kommenden Frauen macht es schlichtweg keinen Unterschied.
Die Belegungszahlen in Lübeck sind sehr gering. Ein behandlungsorientierter Vollzug ist aber in einer größeren Gruppe vorteilhafter, weil ein differenzierteres Behandlungsangebot geboten werden kann.
Die baulichen Voraussetzungen in Hamburg-Billwerder sind hervorragend für den Frauenvollzug geeignet, dort sind zum Beispiel spezielle Hafträume für den Vollzug von Müttern mit Kindern.
Zur Verlegung des Jugendvollzugs von Hamburg nach Schleswig-Holstein: Der Jugendvollzug in Schleswig-Holstein ist vorbildlich, vor allem in Bezug auf die Chancen zur Berufsausbildung.
Bislang sind dies alles nur Vorüberlegungen auf Arbeitsebene, es ist noch kein Beschluss gefasst. Bei diesen Vorüberlegungen spielen viele fachliche Gesichtspunkte ein Rolle, deshalb kommt es auf Fakten und nicht auf Aufreger an.
Fraktion SH



