Der CSD ist politisch ­get used to it!

Zum CSD in Kiel am 2. Juni sagen die Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
für Gleichstellung, Marret Bohn, und der queerpolitische Sprecher und Schirmherr des Chris-
topher Street Days 2013, Rasmus Andresen:

Der CSD ist politisch ­ get used to it! Homophobie ist bewusste Diskriminierung und hat in einer
offenen und toleranten Gesellschaft nichts zu suchen. Grüne treten sozialer Ausgrenzung und
Feindseligkeit gegenüber Lesben und Schwulen und ihrer Lebensweise entschieden entgegen.
Homophobie ist ein großes Problem und ein Menschenrechtsverstoß. Sie schränkt die grund-
gesetzlich garantierte freie Entfaltung der Persönlichkeit vieler BürgerInnen empfindlich ein.
Das muss sich ändern und dafür kämpfen wir.

Auch heute gibt es weder eine vollständige rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben,
noch eine vollständige gesellschaftliche Akzeptanz. Das Bundesverfassungsgericht hat aber
unmissverständlich den politischen Weg aufgezeigt. Die Benachteiligung von eingetragenen
Lebenspartnerschaften z. B. im Steuerrecht, muss abgeschafft werden. Die volle Gleichstellung
mit der Ehe und im Adoptionsrecht wird folgen. Dafür setzen wir uns ein.

Wir brauchen außerdem einen Aktionsplan gegen Homophobie, so wie wir es in unserem Koali-
tionsvertrag beschlossen haben. Die Politik ist auf allen Ebenen gefordert, in Bund, Ländern
und Kommunen. Alle gesellschaftlichen Gruppen sind aufgefordert, gegen Homophobie zu
kämpfen und für Achtung, Respekt und Toleranz einzutreten.

Gemeinsam mit allen Aktiven des CSD, Freunden und Gästen haben wir gestern mit einem
Grünen Empfang im Kieler Landeshaus den CSD 2013 eingeläutet. Auf dem Sozialministerium
ist heute die Regenbogenfahne gehisst worden. Ein gutes Signal! Morgen werden wir weiter mit
Demo, Umzug und Kundgebung für eine offene und tolerante Gesellschaft werben.

Thema: 

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