Die SPD muss endlich handeln

Eka von Kalben wurde heute in Düsseldorf einstimmig zur Vorsitzenden der Grünen Fraktionsvorsitzendenkonferenz gewählt.

Die Konferenz forderte Außenminister Gabriel in einem Beschluss dazu auf, einen bundesweiten Abschiebestopp nach Afghanistan zu erlassen.

Dazu sagt Eka von Kalben:

Ich freue mich sehr über das Vertrauen meiner Fraktionsvorsitzenden-KollegInnen der Grünen Länder. Besonders bedanke ich mich bei meiner Amtsvorgängerin, Margarete Bause, sie hat einen fantastischen Job gemacht.

Wir Grüne in Schleswig-Holstein sind mit unserer Politik sehr erfolgreich. Diesen nordischen Spirit werde ich dazu nutzen, gemeinsam mit meinen KollegInnen für unsere Themen der Ökologie, Weltoffenheit und Gerechtigkeit zu streiten. Und damit fangen wir sofort an.

Wir haben in Schleswig-Holstein bereits einen Abschiebestopp nach Afghanistan erlassen. Wir brauchen aber einen bundesweiten Abschiebestopp, um Menschenrechtsverletzungen bei einer Rückkehr völlig auszuschließen.

Die Bundesregierung muss ihre Sicherheitsbewertung aktualisieren, der Bericht des UNHCR von Ende 2016 schildert die Gefahrenlage eindrücklich. Es gibt inzwischen Meldungen von Anschlägen in Kabul, bei denen rückgeführter Afghanen bei Anschlägen verletzt wurden.

Die SPD muss endlich handeln, bevor noch mehr abgeschobene Flüchtlinge verletzt oder gar getötet werden.

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Der Beschluss der Fraktionsvorsitzendenkonferenz im Wortlaut:

„Wir fordern den Bundesaußenminister auf, das Rückführungsabkommen mit der Islamischen Republik Afghanistan auszusetzen, da die Sicherheitslage in Afghanistan laut UNHCR-Bericht in höchstem Maße prekär ist. Abschiebungen sind in dieser Situation nicht zu verantworten.“

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