Ein schwarzer Tag für Dänemark und Nordeuropa

Zur Wahl im Nachbarland Dänemark sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen:

Das dänische Wahlergebnis ist eine große Enttäuschung. Der knappe Sieg des rechtskonservativen Lagers hat erhebliche Konsequenzen für unsere Kooperation mit Dänemark. Die neue größte Regierungspartei sind die dänischen Rechtspopulisten. Dass diese Partei in der dänisch-deutschen Grenzregion ihre größten Wahlerfolge feiert, ist besonders traurig.

Die Kooperationen mit unserem Nachbarland werden schwieriger werden. Grenzkontrollen, eine abschottende Flüchtlingspolitik und eine Abwicklung der EU stehen auf der Agenda der neuen Regierung. Es ist ein schwarzer Tag für Dänemark und Nordeuropa.

Der dänische Wahlkampf war durch einen Überbietungswettbewerb von rechtspopulistischen Stammtischparolen gegen Menschen mit Migrationshintergrund geprägt. Das, was in Dänemark zum guten Ton gehört, bezeichnet man bei uns als Rassismus. Diese Entwicklung ist beängstigend und reicht weit in viele Parlamentsparteien hinein.

Einziger Lichtblick ist der Wahlerfolg der neuen Grünen Partei Alternativet, die mit sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit, sowie der Forderung nach mehr Empathie in der Politik wenige Monate nach ihrer Gründung ins Parlament gewählt wurde. Neben unserer Schwesterpartei Socialistisk Folkeparti werden wir Grüne in Zukunft mit Alternativet eng kooperieren.

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Hintergrund: Rasmus Andresen kommt aus der dänischen Minderheit und hat mehrere Jahre in Kopenhagen gelebt und in Roskilde studiert. Er ist Mitglied der dänischen Partei SF und hat im dänischen Folketing gearbeitet.

 

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