Zum heutigen Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie finden im ganzen Land viele Aktionen statt. Rasmus Andresen, queerpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, nimmt heute um 11 Uhr an der Feier der Hochschule Flensburg teil, die offiziell dem Bündnis gegen Homophobie und für echte Vielfalt beitritt. Um 16:30 Uhr wird er außerdem an einer Aktion der Jugendverbände vor der CDU-Landesgeschäftsstelle teilnehmen und sprechen. Darüber hinaus veranstaltet die Grüne Landtagsfraktion am 10. Juni um 16 Uhr ein offenes Fachgespräch für queere Politik in Schleswig-Holstein.
Dazu sagt der queerpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen:
Übergriffe gegen Homosexuelle auf öffentlichen Veranstaltungen, Beschimpfungen auf Schulhöfen oder am Arbeitsplatz - auch bei uns in Schleswig-Holstein werden homosexuelle Menschen diskriminiert. Die Diskriminierungserfahrungen treffen auf ein Umfeld, in denen ein konservativer Politiker, wie der Kieler CDU-Ratsherr Yildirim von Pickardt, Homosexuelle mit Krankheiten vergleichen kann und die gesamte CDU Schleswig-Holstein dazu schweigt. Das zeigt, wie viel wir im Kampf für echte Vielfalt noch zu tun haben.
Die Suizidrate bei homosexuellen Jugendlichen ist vier bis sieben Mal höher als bei Heterosexuellen. Diese Zahlen sind beschämend.
Auch Transsexuelle stoßen bei uns im Land nicht nur auf viel Unverständnis der Gesellschaft, sondern auch auf gesetzliche Diskriminierung. Wir fordern deshalb, endlich die Situation der Transsexuellen auf die politische Agenda zu nehmen. Auf Bundesebene gehört dazu eine Reform des Transsexuellengesetzes, einschließlich der Abschaffung der Psychologenpflicht bei der Geschlechtsänderung im Personalausweis.
Wir Grüne kämpfen für ein diskriminierungsfreies Land. Deshalb haben wir uns in unserer Küstenkoalition für den landesweiten Aktionsplan "Echte Vielfalt" eingesetzt.
Durch den Aktionsplan ist in vielen Regionen und bei vielen Verbänden das Thema Homophobie auf die Tagesordnung gekommen. Darauf sind wir stolz. Es ist allerdings nur der Anfang im Kampf für echte Vielfalt.
Fraktion SH


