Umwelt & Agrar

Umwelt & Agrar

Wir Grüne wollen den größten Schatz dieses Bundeslandes, unsere Natur, erhalten und schützen. Deshalb lehnen wir zum Beispiel Gentechnik ab, fördern Ökolandbau, schützen die wenigen Wälder in Schleswig-Holstein, stoppen den Flächenverbrauch, setzen uns für Knicks ein und fördern den Nationalpark Wattenmeer.

Thema: 

Bundeslandwirtschaftsminister: Fehlanzeige in allen Bereichen

Desinfektion von Transportfahrzeugen, Warnschilder an Autobahnparkplätzen, Umzäunung von Parkplätzen – all dies sind Maßnahmen, wo der Bund gefordert wäre. Auch hier leider beim Bundeslandwirtschaftsminister Fehlanzeige. Wir Parlamentarier*innen nehmen das Thema sehr ernst und werden es im Landtag aufrufen. Das von unserem Landwirtschaftsminister für morgen anberaumte Treffen zur Afrikanischen Schweinepest begrüße ich sehr.

Biodiversitätsbericht 2017: Zwischen Hoffen und Bangen

Wir Grünen setzen auf eine Reduktion von Pestiziden, Nährstoffüberschüssen und eine Einschränkung des Flächenverbrauchs, um unsere Umwelt und die Artenvielfalt zu schützen. Maßnahmen wie der Vertragsnaturschutz, die Nutzung von landeseigenen Flächen und die Vereinbarung von Gelegeschutz auf konventionell genutzten Grünflächen mit Landwirten haben ihre Wirkung gezeigt und müssen fortgeführt werden.

Somit befinden wir uns zwischen Hoffen und Bangen: Einerseits zeigt uns der Jahresbericht, dass es möglich ist, den Rückgang einzelner Arten mit zielgerichteten und effizienten Maßnahmen aufzuhalten. Andererseits macht er aber auch deutlich dass entschlossenes Handeln gegen das Artensterben notwendiger ist denn je.

Alle Kinder haben ein Recht auf Gesundheit und gute Ernährung

Rede im Landtag - Wir brauchen mehr Aufklärung und Information über gesunde Ernährung. Die Verbraucherzentrale, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), viele Initiativen, Lehrer*innen und Erzieher*innen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Alle Kinder haben ein Recht auf Gesundheit und gute Ernährung. Für Schul- und Kita-Verpflegung sollte es verbindliche Qualitätsstandards geben.

Das Ende der Glyphosatzulassung wird kommen

Rede im Landtag - Der Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft wurde in der Presse am Montag folgendermaßen zitiert: „Glyphosat wird viel zu oft und zu umfangreich versprüht. In Europa ließe sich der Einsatz vermutlich um die Hälfte reduzieren.“ Eine Erkenntnis, die leider etwas spät kommt. Glyphosat ist ein Problem, aber Glyphosat ist bei weitem nicht der einzige problematische Wirkstoff. Wahrscheinlich auch nicht der problematischste, was die Human- und Umwelttoxizität angeht.

Mikroplastik: Müll vermeiden heißt die Devise

Rede im Landtag - Mikroplastik findet sich in vielen Hygiene- und Kosmetikprodukten. In der Zahnpasta, im Peeling, im Duschgel, der Sonnencreme oder im Lippenstift. Es gelangt dadurch in Gewässer und damit in die Nahrungskette. Es handelt sich zwar nicht um die Hauptquelle der Mikroplastikbelastung, aber ihre Vermeidung erscheint relativ einfach und daher halten wir es für geboten, dies auch schnellstmöglich umzusetzen. Mikropartikel aus Kunststoff sind verzichtbar, beziehungsweise ersetzbar.

Alarmierendes Artensterben: Agrarwende ist unumgänglich

Das Artensterben der Insekten und Vögel ist alarmierend. Nicht alle Ursachen sind bekannt, aber dass die intensive Landwirtschaft mit ihrem hohen Pestizid- und Düngeeinsatz einen wesentlichen Anteil daran hat, ist hinreichend belegt. Dabei ist sie auch selbst Opfer, denn ohne Insekten und Vögel gibt es keine natürlichen BestäuberInnen und keine natürlichen SchädlingsbekämpferInnen. Die Landwirtschaft sägt damit an dem Ast, auf dem sie selbst sitzt.

Wir begrüßen die Ausweisung der Meeresschutzgebiete durch den Bund

Rede im Landtag - Die getroffene Regelung ist ein Kompromiss. Ein Kompromiss zwischen den naturschutzfachlichen Erfordernissen, die das zuständige Bundesamt für Naturschutz erarbeitet hat, und der Rücksichtnahme auf Nutzerinteressen. Daher sehen wir in der Sache keinen Handlungsbedarf und begrüßen die Ausweisung der Meeresschutzgebiete durch den Bund.

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