Das Huhn braucht eine Bestandsobergrenze

Zum Skandal um die falsch deklarierten Eier aus Freiland- und Biohaltung sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Auch in der Freiland- und Biohaltung von Geflügel- und Eiererzeugung haben wir es zunehmend mit einer Dominanz agrarindustrieller ErzeugerInnen zu tun. Ihre Möglichkeit durch industrielle Tierhaltungsverfahren in großen Beständen, Billigeier zu erzeugen, geht zu Lasten der bäuerlichen HühnerhalterInnen. Es ist weniger ein Problem von biologischer oder konventioneller Erzeugung, sondern eine Frage von agrarindustriellen oder bäuerlichen Strukturen. Das Huhn braucht eine Bestandsobergrenze.

Ganz verrückt wird es, wenn man bedenkt, dass eigentlich mit den vier Grundrechenarten die Überbelegung der Hühnerställe jenseits der zulässigen Belegung hätte ermittelt werden können. Mit der Verbrauchertäuschung muss endlich Schluss sein. Wir brauchen klare Kennzeichnung von der Herkunft bis zum Regal. Die Nennung von Ross und Reiter muss bei wiederholten Verstößen umgesetzt werden. Auch ein neuer Aktionsplan der Bundesministerin, die sie vielleicht in den nächsten Wochen ankündigt, kann nur wirksam sein, wenn die grundsätzlichen Strukturfragen in der Lebensmittelerzeugung vom Stall bis zum Teller transparent angegangen werden.

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