Zum Verfahren der Bergung der Atommüllfässer in Brunsbüttel sagt der Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus der Wilstermarsch, Bernd Voss:
Ob man den Müll gewollt hat oder nicht, spielt keine Rolle mehr. Das Problem ist da und wir müssen jetzt den Dreck aufräumen. Es ist gut, dass es vorangeht.
Eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis eine Kamera überhaupt technisch in der Lage war, das Problem der verrotteten Fässer im AKW Brunsbüttel zu evaluieren. Nach einem halben Jahrzehnt kann man nun das Verfahren testen. Erst danach lässt sich sicher sagen, wie man die Fässer und deren brisanten Inhalt bergen und sicher verwahren kann. Das dauert dann auch nochmal mehrere Jahre.
Es dauert ein Jahrzehnt - und wir sprechen nur über schwach- und mittelaktiven Atommüll. Daran zeigt sich, um welche zeitlichen Dimensionen es geht, wenn wir den hochaktiven Atommüll angehen. An den kleinen Dingen zeigen sich die Probleme der großen.
Umso mehr müssen wir einen Blick darauf haben, dass die Zwischenlager auch temporäre Einrichtungen bleiben und nicht zu Endlagern werden. Wir müssen jetzt schon anfangen zu planen, wie es nach dem Ablauf der Genehmigungen und Nutzbarkeit der Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll mit den Castoren 2045 weitergehen soll.
Fraktion SH



