Die Weichen sind gestellt, jetzt kommt es auf die Umsetzung an

Zum bevorstehenden Inkrafttreten der EU-Fischereireform zum 1.1.2014 und anlässlich der vorläufigen Einigung im gestrigen EU-Fischereirat über die Fangquoten für das kommende Jahr sagt der fischereipolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Eine grundlegende Reform der EU-Fischereipolitik war überfällig. Erstmalig in der Geschichte der gemeinsamen Fischereipolitik der EU hat das EU-Parlament an einer Reform aktiv mitgewirkt. Das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Rat, Kommission und Parlament kann sich sehen lassen. Ich bin optimistisch, dass die neuen Regelungen zu einer nachhaltigen Fischerei führen werden.

Das bedeutet, nur in dem Umfang zu fischen, der das Nachwachsen der Fischbestände nicht gefährdet und langfristig die Erträge sichert. Das wissenschaftlich anerkannte Maß dafür ist der höchstmögliche Dauerertrag (MSY – Maximum Sustainable Yield). Die Fangquoten für den höchstmöglichen Dauerertrag müssen zwar erst ab 2015 festgelegt werden, die gestern bekannt gewordenen vorläufigen Fangquoten für 2014 zeigen aber, dass der EU-Fischereirat sich schon auf den Weg gemacht hat.

Die Weichen sind gestellt, jetzt kommt es auf die Umsetzung an. In Nordsee und Nordostatlantik gelten noch knapp 40 Prozent der kommerziell bedeutenden Fischbestände als überfischt. Der Heringsbestand in Kattegat und Skagerrak darf dreimal mehr befischt werden als wissenschaftlich empfohlen. Das Prinzip MSY muss konsequent angewendet und die Einhaltung der Quoten überwacht werden, im Mittelmeer gleichermaßen wie in Nord- und Ostsee.

Von den Reformbeschlüssen ist auch der Teil der EU-Fischereiflotte betroffen, der in internationalen Gewässern unterwegs ist, und zum Beispiel vor der Küste Westafrikas bisher in unverantwortlicher Weise die Meere leerfischt. Eine Orientierung am Prinzip der Nachhaltigkeit hilft auch unserer handwerklichen Küstenfischerei, sie ist nicht die Verursacherin der Überfischung.

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