Futtermittel: Die Kontrollen müssen an der richtigen Stelle ansetzen

Zu den mit Aflatoxin belasteten Futtermittelimporten sagt der agrar- und verbraucherpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Es wird erneut deutlich, mit welchen Risiken die globale Struktur der Futter- und Lebensmittelwirtschaft behaftet ist. Es beruhigt wenig, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit von keinen unmittelbaren Folgen für die VerbraucherInnen ausgegangen werden kann. Die Zukunft muss in möglichst regionalen Lebensmittel-und Futtermittelkreisläufen liegen statt in globalen agrarindustriellen Strukturen.

Die Zahl der in Norddeutschland betroffenen Betriebe hat sich auf zirka 4500 erhöht. Fraglich bleibt, ob das für den Import verantwortliche Handelshaus und die Futtermittelindustrie die Kosten für die Betriebssperren und die zusätzlichen Untersuchungskosten der Betriebe und Lebensmittelaufsicht tragen werden.

Der Fall erinnert in vielen Facetten an den von einem schleswig-holsteinischen Unternehmen ausgegangenen Fall mit Dioxin verseuchter Futtermittel vor gut zwei Jahren. Viel zu lange und mit begrenzter Wirkung schleppt sich die Umsetzung des von Bundesministerin Aigner damals verkündeten Aktionsplans dahin.

Da hilft auch nicht allen der Ruf nach immer neuen und schärferen Kontrollen. Das Risiko steckt wie dieser Fall deutlich macht, in der vorgelagerten Futtermittelwirtschaft. Die Kontrollen müssen an der richtigen Stelle ansetzen.

Wir werden für den Umwelt-und Agrarausschuss am Mittwoch, den 6.3. einen Bericht der Landesregierung zu den Auswirkungen der mit Aflatoxinen belasteten Maisimporte aus Serbien in der Futtermittelkette und auf die Futtermittelüberwachung beantragen.

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