Zur Untersuchung auf Glyphosat-Rückstände in Bier des Umweltinstituts München sagt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:
Hopfen, Malz, Hefe und Wasser – das sind seit 500 Jahren die Zutaten von Bier. So sind sie im deutschen Reinheitsgebot verbrieft, so erwarten es auch die VerbraucherInnen. Auch wenn der Bundesminister öffentlichkeitswirksam die Menge von 1000 Litern als gesundheitsgefährdende Menge ausgibt: Niemand schenkt sich gerne Glyphosat ein. Glyphosat hat im Bier rein gar nichts zu suchen.
Nun schicken sich die europäischen MinisterInnen an, die Zulassung für Glyphosat um weitere 15 Jahre zu verlängern. Gegen den Widerstand erheblicher Teile der Zivilgesellschaft. Sollte dies passieren, so muss wenigstens sichergestellt sein, dass die Vorernte- und Vorsaatbehandlung europaweit verboten werden. Dies wäre zumindest ein erster Schritt zur Reduzierung der Belastung.
Ferner muss in den Verhandlungen zu TTIP und anderen Freihandelsabkommen darauf gedrungen werden, dass Importe aus Drittländern unseren europäischen Standards entsprechen. Dies muss nicht nur vertraglich garantiert sondern auch überprüft werden. Die Untersuchung auf Glyphosatrückstände ist, im Vergleich zu anderen Pflanzenschutzmitteln, aufwändig und teuer. Diese Kosten dürfen nicht dazu führen, dass uns die vielfach höheren Glyphosat-Grenzwerte der USA verordnet werden. So liegt zum Beispiel der Grenzwert für Glyphosat im Trinkwasser in den USA um das 7000-fache höher als in Deutschland.
Fraktion SH



