Jagdrecht: Bleimunition nicht mehr begründbar

Zur heutigen Anhörung im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtages zur Änderung des Landesjagdgesetzes sagt die jagdpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Eine Vermeidung von Blei bei der Jagd ist längst überfällig. Die zahlreichen an Bleivergiftung verendeten Seeadler sind da nur die Spitze des Eisbergs. Die Anhörung hat mich in meiner Auffassung bestätigt, dass dem geplanten Verbot bleihaltiger Büchsenmunition weder aus jagdlichen Erwägungen noch aus Tierschutzgesichtspunkten ernsthafte Argumente entgegenstehen. Aus Umwelt- und Artenschutzgründen ist es dringend geboten.

Ich teile die Einschätzung der Landesforsten und der Arbeitsgemeinschaft Naturnahe Jagd: Ein Festhalten an bleihaltigen Geschosstypen ist nicht mehr begründbar. Selbst Mitglieder des Landesjagdverbandes bestätigen das aus eigener Erfahrung. Insofern muss sich der Präsident Baasch fragen lassen, ob er mit seiner anhaltenden pauschalen Ablehnung noch die Mehrzahl der Jägerinnen und Jäger im Land vertritt.

Auf ein Verbot bleihaltiger Schrotmunition werden wir zunächst verzichten, da hierfür noch nicht alle Sicherheitsfragen abschließend wissenschaftlich geklärt sind. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es gelingen wird, mittelfristig auch den Einsatz von Bleischrot zu unterbinden.

 

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