Küstenschutz gemeinsam schultern

Zur Vorstellung der Fortschreibung des Generalplans Küstenschutz durch den Um- weltminister sagt der Sprecher für Küstenschutz der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Der Klimawandel ist bereits Realität in Schleswig-Holstein. Bei der Fortschreibung des Generalplans Küstenschutz ist er jedenfalls schon eingepreist, und das ist auch richtig so. Ein Meeresspiegelanstieg bis 1,4 m und eine Erderwärmung um maximal 4 Grad bis 2100 liegt den Planungen zugrunde. Als Land zwischen den Meeren steht Schles- wig-Holstein damit vor großen Herausforderungen. Mehr als 350.000 Menschen woh- nen heute in dem Gebiet, das durch Deiche vor Sturmfluten bewahrt wird. Mit der jetzt vorgelegten Planung ist Schleswig-Holstein für die kommenden Jahre gut gerüstet. Er- freulich ist, dass durch die Einbindung der relevanten AkteurInnen im Beirat Küsten- schutz eine breite Akzeptanz vorhanden ist und auch ein Einvernehmen mit dem Natur- schutz erzielt werden konnte. Küstenschutz und Naturschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Der Schutz der sturmflutgefährdeten Gebiete ist keine regionale Angelegenheit, sondern eine Aufgabe, die Land und Bund gemeinsam schultern müssen. 200 Millionen Euro werden für die Verstärkung der Landesschutzdeiche bis 2025 benötigt. Trotz fi- nanzieller Unterstützung aus Bundes- und EU-Mitteln sind die Lasten für den Landes- haushalt immens. Diese Lasten gilt es, gemeinsam und solidarisch zu schultern. Dar- über hinaus fordern wir, über Finanzierungskonzepte nachzudenken, die die Verursa- cherInnen des Klimawandels mit in die Pflicht nehmen.

Schlagworte: 

Thema: 

AbgeordneteR: 

Grüne Partei SH
Anträge in Leichter Sprache
Bunte Blumenwiese
Grüne Welle