Studie: Flächenverbrauch stoppen

Zum Gutachten „Flächenkonkurrenz in Schleswig-Holstein und Möglichkeiten zur Minderung des Flächenverbrauchs – Analyse und Handlungsempfehlungen“ des Kasseler Instituts für ländliche Entwicklung sagt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Höchste Zeit, dass wir uns Gedanken machen, wie wir den massiven Flächenverbrauch in Schleswig-Holstein stoppen können. Durch Siedlung und Verkehr wird in unserem Land täglich etwa eine Fläche von sechs Fußballfeldern neu beansprucht. Schleswig-Holstein weist für den Zeitraum 2000 bis 2009 die höchste prozentuale Zunahme der Flächenversiegelung aller Bundesländer auf.

Wir haben deshalb ein Gutachten erstellen lassen, welches die Mechanismen der Flächenkonkurrenz in Schleswig-Holstein unter die Lupe nimmt und Handlungsempfehlungen für den schonenden Umgang mit der Ressource Fläche ausspricht.

Vom Flächenverlust sind größtenteils landwirtschaftliche Flächen betroffen: ein Verlust für die Landwirtschaft – ein Verlust aber auch für den Natur- und Umweltschutz. Die Flächen verlieren ihre ökologischen Funktionen: Filterung von Schadstoffen, Regenwasserrückhalt, Lebensraumfunktion für Tiere und Pflanzen. Landwirtschaft und Naturschutz müssen an einem Strang ziehen und sich gemeinsam für Siedlungs- und Verkehrskonzepte einsetzen, die Flächen sparen.

Ich fordere den Bauernverband auf, seine Angriffe gegen die Eingriffsregelung einzustellen und mit uns dafür zu kämpfen, dass in Raumordnung und Landesplanung verbindliche Vorgaben für den sparsamen Umgang mit Flächen gemacht werden. Es gilt: Vermeidung vor Ausgleich. Wer weniger Flächenverbrauch will, muss dieses Instrument stärken und nicht schwächen.

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Anhänge:
Gutachten zum Flächenverbrauch
Zusammenfassung des Gutachtens zum Flächenverbrauch

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