Wir brauchen eine andere Landwirtschaft, um auch zukünftig sauberes Trinkwasser zu haben

Zum gestrigen Bericht der Landesregierung zur   Nährstoffbelastung der Gewässer in Schleswig-Holstein sagt die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Nur zwei von 80 Seen im Land sind in einem guten ökologischen Zustand. Unter etwa der Hälfte der Landesfläche ist das Grundwasser mit Nitrat belastet. 80 Prozent der Fließgewässer weisen erhöhte Nährstoffgehalte auf. Bei 80 Prozent der Seen sind die Phosphatwerte überschritten. Wer will da noch ernsthaft in Zweifel ziehen, dass dringender Handlungsbedarf besteht?

Ich freue mich, dass sich unsere Landesregierung im Bundesrat für eine zügige Novellierung der Düngeverordnung stark macht. Nur durch eine wirksame Begrenzung der landwirtschaftlichen Düngung ist das Problem in den Griff zu bekommen. Diese Novelle ist mehr als überfällig. Die wissenschaftlichen Beiräte der Bundesregierung fordern dies. Die EU hat bereits rechtliche Schritte gegen Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie eingeleitet. Trotzdem verschließt die Agrarlobby weiterhin die Augen vor dem Problem und im politischen Berlin wird weiter gemauert.

Die vorgetragenen Fakten sind eindeutig und sie machen klar: wir brauchen eine andere Landwirtschaft, um auch zukünftig sauberes Trinkwasser zu haben.

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