Wir markieren heute das vorläufige Ende eines Prozesses, der diese Legislaturperiode von Anfang an begleitet, nach meiner Einschätzung ein Stück weit auch geprägt hat. Lassen Sie mich deshalb diese Gelegenheit nutzen, zu erläutern, wie unsere Grundsätze beim Wahlrecht aussehen.
Die Veranstaltung am 3. März stellte unsere Gäste auf eine Flexibilitätsprobe. Da Ulrike Kegler kurzfristig absagen musste, sprang kurzer Hand Alfred Hinz von der Bodensee-Schule St. Martin in Friedrichshafen ein. Nicht ganz zufällig, dass Herr Hinz gerade in Schleswig-Holstein war, denn zusammen mit Ulrike Kegler coacht er die neugegründete Ostseeschule in Flensburg – es ist eine Partnerschaft quer durch die Republik.
120.000 kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen rund 85 Prozent aller ArbeitnehmerInnen in Schleswig-Holstein und sorgen für 90 Prozent der betrieblichen Berufsausbildungsplätze. Dieser Mittelstand ist das wirtschaftliche Rückgrat unserer Gesellschaft.
Der Mittelstand braucht aber auch verlässliche ordnungspolitische Rahmenbedingungen – wir müssen unseren heimischen Mittelstand schützen vor Lohndumping und aus ausländischen Billiganbietern.
Während in Schleswig-Holstein in der Schulpolitik die Strukturdebatten im Vordergrund stehen, haben wir einen Kontrapunkt gesetzt: am 22.11.2010 fand unser Bildungspolitisches Gespräch mit Prof. Dr. Anand Pant, Direktor des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, statt. Denn wenn wir Grünen uns für Verlässlichkeit in der Schulpolitik einsetzen, dann kann das nicht Stillstand in der Qualitätsentwicklung bedeuten.
Wir wissen, dass an vielen Gymnasien G8 so umgesetzt wird, dass Schülerinnen und Schüler mit Ihren Familien in einen Dauerstress geraten. Darum wollten wir im Rahmen der plietsch!-Kampagne einen Raum anbieten, in der wir nicht in erster Linie über Strukturen, sondern über Qualität der Lernens reden.
Dokumentation zum achten Bildungspolitischen Gespräch am 29.10.2008: "Schule von morgen – mit Lehrerbildung von gestern?" Die neue Schule kommt 2010, die Lehrerbildung hinkt hinterher: Auch die Universität Flensburg bildet weiter für Schularten aus, die es in zwei Jahren nicht mehr geben wird. Wie aber sollen junge Lehrerinnen und Lehrer mit Anforderungen klar kommen, auf die sie nicht vorbereitet sind?