Zur aktuellen Berichterstattung über fehlende PFAS-Regulierung in Wasserschutzgebieten sagt die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Silke Backsen:
„PFAS sind sogenannte Ewigkeitschemikalien, sie bleiben über Jahrzehnte in Böden, Gewässern und damit auch in unserem Trinkwasser. Deshalb müssen wir ihren Einsatz konsequent reduzieren. Entscheidend ist dabei die europäische Ebene: Wir brauchen eine wirksame und möglichst schnelle Beschränkung von PFAS in der EU, damit problematische Stoffe gar nicht erst weiter in die Umwelt gelangen.
Gleichzeitig müssen wir auch im Land handeln. Schleswig-Holstein geht mit dem PFAS-Sonderprogramm wichtige Schritte und spielt damit bundesweit eine Vorreiterrolle. Mehr Monitoring in Boden und Grundwasser hilft uns, Belastungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu reagieren. Dieses Wissen ist die Grundlage für wirksamen Gewässer- und Trinkwasserschutz.
Darüber hinaus müssen wir überall dort, wo PFAS heute noch eingesetzt werden, nach Alternativen suchen und sie konsequent anwenden, sobald sie verfügbar sind. Ziel muss sein, PFAS-Einträge insgesamt deutlich zu reduzieren und unsere natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu schützen. Unser Trinkwasser ist eines unserer wertvollsten Güter. Es zu schützen, ist eine zentrale Aufgabe verantwortungsvoller Umweltpolitik.“

Silke Backsen
stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Umwelt- und Naturschutz, Meeresschutz, Tourismus
