Noch immer gelangen viel zu viele Nährstoffe in unsere Flüsse und damit in die Meere. Angesichts dieser tragischen ökologischen Katastrophe und schwindender Fischbestände müssen wir noch ernsthafter über Schutzmaßnahmen sprechen, anstatt Diskussionen über höhere Fangquoten zu führen
Umwelt, Landwirtschaft & ländliche Räume
Keine Aushöhlung des Flächenschutzes – Wir halten am Landesentwicklungsplan fest!
Unser Landesentwicklungsplan wägt ab und schafft einen angemessenen Interessenausgleich. Er ist ein Kompromiss, den CDU, Grüne und FDP in der letzten Legislaturperiode ausgehandelt haben. Die FDP hat den Plan damals als „von Flexibilisierung geprägt“ bezeichnet, und als einen „mutigen, zukunftsgerichteten Plan“. Und sie hat zutreffend erklärt, dass die Regionalpläne aus diesem Landesentwicklungsplan zu entwickeln seien und seinen Vorgaben nicht widersprechen dürften.
Biogas ist ein unverzichtbarer Bestandteil der erneuerbaren Energien
Schleswig-Holstein ist Energiewendeland und ein Land mit viel Landwirtschaft. Fast nirgends passt beides so gut zusammen wie beim Biogas. Deshalb wären die angedachten Änderungen im EEG unklug und energiepolitisch kurzsichtig. Wir laufen Gefahr, gesicherte steuerbare Erzeugungskapazitäten zu verlieren, genau in dem Moment, in dem wir sie am dringendsten brauchen.
Naturschutz und eine vielfältige Landwirtschaft sind keine Gegensätze
Die Landtagsfraktion und der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen sind auch 2026 wieder mit einem eigenen Stand auf der Landwirtschaftsmesse NORLA in Rendsburg vertreten. Kinder und Erwachsene können ihr Wissen am Nachhaltigkeit-Glücksrad unter Beweis stellen, beim Müllangeln Recycling-Kenntnisse testen und bei einer Malaktion zeigen, welche bisher unbekannten Insekten über die NORLA summen. Daneben freuen sich unsere Landtagsabgeordneten, Landesvorsitzenden sowie Tobias Goldschmidt und die Spitzenkandidatin des Landesverbands, Aminata Touré, auf spannende Gespräche rund um Landwirtschaft, Naturschutz und die Landespolitik an unserem Stand D09 auf dem Freigelände.
Neues Teichprogramm: Gemeinsam mit der Teichwirtschaft für mehr Artenvielfalt
Das neue Teichprogramm ist ein Gewinn für die Artenvielfalt und für die Teichwirtschaft in Schleswig-Holstein. Es erkennt an, dass bewirtschaftete Teiche nicht nur der regionalen Erzeugung von Fisch dienen, sondern zugleich wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind.
Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Nach der im Grundgesetz festgelegten Aufgabenteilung ist ausschließlich der Bund für die Rechtssetzung im Bereich Tierschutz zuständig. Das Land hat, gemeinsam mit den in den Kommunen dafür zuständigen Stellen, die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass die im Tierschutzgesetz und nachgeordneten Rechtsnormen getroffenen Bestimmungen eingehalten werden.
Wir wollen Landwirtschaftliche Betriebe in die Lage versetzen, Risiken besser abzufedern
Die größte Bedrohung unserer Ökonomie ist der drohende Kollaps der Ökologie, und das betrifft ganz besonders die Landwirtschaft. Je länger wir die Klimaneutralität hinauszögern, desto größer werden die Schäden. Unterstützungsmaßnahmen wie Steuerrücklagen allein sind kein ernsthaftes Konzept, um landwirtschaftliche Betriebe gegen die Folgen des Klimawandels abzusichern.
Schutz für Wolf und Nutztiere
Wir haben hier im Land ein gutes Wolfsmanagement aufgebaut. Bei sehr langsam steigenden Wolfszahlen ist die Zahl der Nutztierrisse rückläufig. Wenn Nutztiere geschützt werden, suchen sich die Wölfe Wildtiere als Beute, was ja auch ihrem natürlichen Verhalten entspricht. Erlernen junge Wölfe dieses Verhalten im Rudel von den erfahrenen Leittieren, werden sie es beibehalten. Haben sie jedoch wiederholt Nutztiere erbeutet und gelernt, Zäune zu überwinden und werden sie als Problemwölfe eingestuft, dann müssen sie entnommen werden – keine Frage.
Heringsbestand schützen statt Fangquoten erhöhen
Die Forderung nach höheren Fangquoten für den Hering in der westlichen Ostsee ist angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnislage das falsche Signal. Der Internationale Rat für Meeresforschung empfiehlt im neunten Jahr in Folge einen vollständigen Fangstopp. Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen 437 Tonnen sind ausschließlich für unvermeidbare Beifänge vorgesehen. Wer darüber hinausgehen will, gefährdet die Erholung des Herings und damit die Zukunft unserer Küstenfischerei.
Die Landesregierung hat sorgfältige Arbeit geleistet
Seit langem beschäftigen wir uns mit dem Thema „Katzenelend“. Einerseits ist damit das Elend wild lebender Katzen gemeint, die häufig unter Krankheiten leiden, andererseits auch die zunehmende Belastung und Überlastung der Tierheime infolge steigender Zahlen an dort in Obhut gegebenen Katzen. Seit einigen Jahren unterstützt das Land die Kastration wildlebender Katzen durch Aktionen im Herbst und im Frühjahr. Doch damit allein lässt sich das Problem nicht in den Griff bekommen.
