Die Landtagsfraktion und der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen sind auch 2026 wieder mit einem eigenen Stand auf der Landwirtschaftsmesse NORLA in Rendsburg vertreten. Kinder und Erwachsene können ihr Wissen am Nachhaltigkeit-Glücksrad unter Beweis stellen, beim Müllangeln Recycling-Kenntnisse testen und bei einer Malaktion zeigen, welche bisher unbekannten Insekten über die NORLA summen. Daneben freuen sich unsere Landtagsabgeordneten, Landesvorsitzenden sowie Tobias Goldschmidt und die Spitzenkandidatin des Landesverbands, Aminata Touré, auf spannende Gespräche rund um Landwirtschaft, Naturschutz und die Landespolitik an unserem Stand D09 auf dem Freigelände.
Umwelt, Landwirtschaft & ländliche Räume
Neues Teichprogramm: Gemeinsam mit der Teichwirtschaft für mehr Artenvielfalt
Das neue Teichprogramm ist ein Gewinn für die Artenvielfalt und für die Teichwirtschaft in Schleswig-Holstein. Es erkennt an, dass bewirtschaftete Teiche nicht nur der regionalen Erzeugung von Fisch dienen, sondern zugleich wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind.
Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Nach der im Grundgesetz festgelegten Aufgabenteilung ist ausschließlich der Bund für die Rechtssetzung im Bereich Tierschutz zuständig. Das Land hat, gemeinsam mit den in den Kommunen dafür zuständigen Stellen, die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass die im Tierschutzgesetz und nachgeordneten Rechtsnormen getroffenen Bestimmungen eingehalten werden.
Wir wollen Landwirtschaftliche Betriebe in die Lage versetzen, Risiken besser abzufedern
Die größte Bedrohung unserer Ökonomie ist der drohende Kollaps der Ökologie, und das betrifft ganz besonders die Landwirtschaft. Je länger wir die Klimaneutralität hinauszögern, desto größer werden die Schäden. Unterstützungsmaßnahmen wie Steuerrücklagen allein sind kein ernsthaftes Konzept, um landwirtschaftliche Betriebe gegen die Folgen des Klimawandels abzusichern.
Schutz für Wolf und Nutztiere
Wir haben hier im Land ein gutes Wolfsmanagement aufgebaut. Bei sehr langsam steigenden Wolfszahlen ist die Zahl der Nutztierrisse rückläufig. Wenn Nutztiere geschützt werden, suchen sich die Wölfe Wildtiere als Beute, was ja auch ihrem natürlichen Verhalten entspricht. Erlernen junge Wölfe dieses Verhalten im Rudel von den erfahrenen Leittieren, werden sie es beibehalten. Haben sie jedoch wiederholt Nutztiere erbeutet und gelernt, Zäune zu überwinden und werden sie als Problemwölfe eingestuft, dann müssen sie entnommen werden – keine Frage.
Heringsbestand schützen statt Fangquoten erhöhen
Die Forderung nach höheren Fangquoten für den Hering in der westlichen Ostsee ist angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnislage das falsche Signal. Der Internationale Rat für Meeresforschung empfiehlt im neunten Jahr in Folge einen vollständigen Fangstopp. Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen 437 Tonnen sind ausschließlich für unvermeidbare Beifänge vorgesehen. Wer darüber hinausgehen will, gefährdet die Erholung des Herings und damit die Zukunft unserer Küstenfischerei.
Die Landesregierung hat sorgfältige Arbeit geleistet
Seit langem beschäftigen wir uns mit dem Thema „Katzenelend“. Einerseits ist damit das Elend wild lebender Katzen gemeint, die häufig unter Krankheiten leiden, andererseits auch die zunehmende Belastung und Überlastung der Tierheime infolge steigender Zahlen an dort in Obhut gegebenen Katzen. Seit einigen Jahren unterstützt das Land die Kastration wildlebender Katzen durch Aktionen im Herbst und im Frühjahr. Doch damit allein lässt sich das Problem nicht in den Griff bekommen.
Norddeutsch und nachhaltig
Die Landesstrategie BNE wurde 2021 verabschiedet. Sie hat viel zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Bildungslandschaft Schleswig-Holsteins beigetragen. Aber Rahmenbedingungen verändern sich. Gesellschaftliche Debatten verändern sich, ökologische Herausforderungen werden drängender und auch die Strukturen, in denen BNE umgesetzt wird, müssen regelmäßig überprüft werden. Mit unserem Antrag bitten wir die Landesregierung deshalb, die bisherigen Maßnahmen, Prozesse und Zuständigkeiten zu reflektieren. Es geht darum, gute Arbeit besser zu unterstützen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die vorhandenen Netzwerke klarer und wirksamer miteinander zu verbinden.
Die Reerdigung erweitert die Vielfalt an Bestattungsmöglichkeiten
Ich bin richtig froh, dass wir heute neben der Erdbestattung und der Einäscherung eine neue Bestattungsform einführen. Das zeigt, dass wir hier fraktionsübergreifend offen sind für Neues. Dass wir auf die Wünsche der Menschen im Land eingehen, auch jenseits des Todes.
Ohne Fische gibt es keine Zukunft der Fischerei
Eine Grundlage, geschweige denn eine Zukunft für die Fischerei kann es nicht geben ohne Fische, das liegt auf der Hand. Wenn wir den Fortbestand der Küstenfischerei sichern möchten, kommen wir deshalb um das Thema Meeresschutz nicht herum. Der Zustand der Ostsee ist, wie Sie alle wissen, kein guter. Wir setzen daher einen politischen Schwerpunkt auf einen verbesserten Ostseeschutz mit dem Aktionsplan Ostseeschutz 2030. Durch die Zielvereinbarung mit der Fischerei, die am 23. April unterzeichnet wurde, sorgen wir dafür, dass den Fischer*innen in diesen schwierigen Zeiten ein Fortbestand der Betriebe ermöglicht wird.
