Studie zur Rolle der Finanzbehörden im Nationalsozialismus: gelebte Erinnerungskultur

Zur Rolle der schleswig-holsteinischen Finanzbehörden zur Zeit des Nationalsozialismus sagt der finanzpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Oliver Brandt:

„Mit der heute veröffentlichten Studie, die der Landtag einstimmig beauftragt hat, bekennt sich das Finanzministerium zur historischen Verantwortung der Finanzverwaltung im Nationalsozialismus. Die Dokumentation zur Rolle der schleswig-holsteinischen Finanzbehörden beim Holocaust ist auch und gerade 80 Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft relevant. Daher ist es wichtig, dass auch dieses Kapitel des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein aufgearbeitet wird.“

Die kulturpolitische Sprecherin Uta Röpcke ergänzt:

„Die heute veröffentlichte Studie wirft einen scharfen Blick auf einen kleinen Ausschnitt staatlichen Handelns, das den Holocaust erst möglich gemacht hat. Es ist gut, dass die Ergebnisse der Studie nun der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und zukünftig in die Ausbildung von Steueranwärter*innen und in Programme der politischen Bildung einfließen werden. Eine so gelebte Erinnerungskultur ist für unser Land von großer Bedeutung, weil wir erst so aus der Vergangenheit lernen und politische Schlüsse ziehen können.“

Oliver Brandt

Sprecher für Haushalt, Finanzen, Metropolregion, Landespersonal

Uta Röpcke

Parlamentarische Geschäftsführerin

Sprecherin für Erwachsenen- und Weiterbildung, Kultur, Denkmalschutz