Zum heutigen Marschbahngipfel sagt die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Nelly Waldeck:
Die Situation bei der Marschbahn ist untragbar. Die Pünktlichkeitsraten liegen unter 60 Prozent letzten Herbst bei den fahrenden Zügen, Ausfälle nicht mitgezählt. Menschen sind nicht mehr bereit, auf Sylt zu arbeiten, weil es einfach keinen verlässlichen Weg auf die Insel gibt. Seit Jahren ist der Ausbau des Nadelöhrs geplant und wird aufgrund mangelnden Geldes verschoben. Es ist wichtig, dass aus dem heutigen Marschbahngipfel sowohl eine Zusage für einen zeitnahen zweigleisigen Ausbau als auch eine Verbesserung der akuten Probleme auf der Strecke hervorgeht.
Der zweigleisige Ausbau der Marschbahn ist unabdingbar, um die Kapazitäten abwickeln zu können. Stefan Schnoor, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sprach von einem Baustart vor 2030. Der Bund ist jetzt in der Verantwortung, in diesem Sinne schnellstmöglich eine wirklich verbindliche Zusage zur Finanzierung zu geben.
Bis dahin müssen wir durch kurzfristige Maßnahmen Abhilfe schaffen. Deswegen ist es sinnvoll, dass Störfallkonzepte entwickelt wurden, die Trassen von Auto- und Regionalzügen getauscht werden und zusätzliche Zeitpuffer eingeplant werden. Doch auch Störfallkonzepte und ein neues Stellwerk lösen das Grundproblem nicht: Diese Strecke braucht ein zweites Gleis. Der Bund hat diese Investition jahrelang verschoben. Das muss jetzt ein Ende haben.

Nelly Waldeck
Sprecherin für Mobilität, Klimaschutz, Schifffahrt, Soziales, Jugend und Antidiskriminierung
