Zur heutigen Vorstellung der Digitalisierungsstrategie 2026 sagt der digitalpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Sebastian Bonau:
„Es ist ein starkes Signal, dass die Landesregierung bei der Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie erstmals systematisch Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure eingebunden hat. Genau dieser breite Ansatz ist entscheidend, wenn wir Digitalisierung nicht nur technisch denken, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen. Die Einbindung von Partnern wie dem IT-Verbund Schleswig-Holstein und dem Paritätischen zeigt: Digitalisierung gelingt nur gemeinsam. Sie muss sich an den realen Bedürfnissen der Menschen orientieren.
Jetzt kommt es darauf an, die digitale Souveränität auch auf kommunaler Ebene gezielt zu stärken. Gerade Städte, Gemeinden und Kreise sind die Orte, an denen staatliches Handeln konkret erlebt wird. Hier brauchen wir leistungsfähige, unabhängige und sichere digitale Infrastrukturen sowie mehr Unterstützung für die Umsetzung vor Ort.
Digitale Souveränität und gesellschaftliche Teilhabe gehören untrennbar zusammen. Digitalisierung darf niemanden ausschließen. Deshalb müssen wir darauf achten, dass alle Menschen Zugang zu digitalen Angeboten haben, unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Nur wenn digitale Angebote verständlich, barrierefrei und unterstützend gestaltet sind, entfalten sie ihren vollen Nutzen.
Die Digitalisierungsstrategie setzt wichtige Impulse, insbesondere durch den Fokus auf Offenheit, Open Source und gesellschaftlichen Nutzen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam weitergehen und in die Praxis bringen.“

Sebastian Bonau
Sprecher für Wirtschaft, Arbeit, Bundeswehr, Netzpolitik, Künstliche Intelligenz, Datenschutz und Digitalisierung
