Förderung der Weidehaltung ergibt Sinn und ist keine Bürokratie

Zu den Plänen der Bundesregierung, die Weideprämie im Zuge eines Gesetzes zum Bürokratieabbau abzuschaffen, sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Dirk Kock-Rohwer:

„Wir haben lange für eine Förderung der Weidehaltung bei Milchkühen gekämpft und waren sehr froh, als im Jahr 2024 eine entsprechende Ökoregelung gesetzlich verankert wurde. Es wäre damit möglich gewesen und war auch beabsichtigt, ab 2025 die Weidehaltung aus hundert Prozent EU-Mitteln zu fördern. Die neue Bundesregierung hat die Umsetzung dann erst einmal auf die lange Bank geschoben und beabsichtigt nun, ausgerechnet im Zuge eines Gesetzes zum Bürokratieabbau, die Regelung wieder abzuschaffen. Dabei ergibt eine Förderung der Weidehaltung in dreifacher Hinsicht Sinn. Sie fördert das Tierwohl, sie leistet einen Beitrag zum Erhalt des Grünlandes und die Milch aus Weidehaltung hat gegenüber der Stallmilch auch gesundheitliche Vorteile. Nach der Abschaffung des Programms zum Stallumbau zeigt diese Bundesregierung und insbesondere ihr Landwirtschaftsminister einmal mehr, dass ihm die Interessen der Bäuer*innen, die ökologisch und tiergerecht wirtschaften wollen, nicht am Herzen liegen.“

Dirk Kock-Rohwer

Sprecher für Landwirtschaft, Forsten, Tierschutz, Katastrophenschutz, Verbraucher*innenschutz, Niederdeutsch und Minderheiten