Zur heutigen (27.08.2026) Landtagsdebatte zu TOP 31 – Verlässlichkeit statt Vertrauensbruch – Zusagen beim Ganztagsausbau einhalten – sagt der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Malte Krüger:
Diesen Monat ist der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule für die erste Klasse gestartet. Es ist das größte Bildungsprojekt dieser Legislatur. Verlässliche acht Stunden Betreuung an Schultagen sowie zusätzliche Ferienbetreuung verändern unser Bildungs- und Betreuungssystem grundlegend. Für Eltern entfällt die alltägliche Frage, wo das eigene Kind betreut wird, während sie selbst arbeiten.
Der Ganztag soll mehr sein als reine Betreuung. Der Nachmittag soll für Kinder ein Ort zum Wohlfühlen werden, den sie gerne aufsuchen, wo sie Spaß haben und zur Ruhe kommen. Ein Ort, an dem sie Freunde treffen, spielen, Sport treiben und Kurse besuchen können.
Das Land wird 700 Millionen Euro für den Ausbau von Räumlichkeiten für den Ganztag bereitstellen, weit mehr als ursprünglich geplant. Von den laufenden Betriebskosten trägt das Land 75 Prozent, vor allem für das pädagogische Personal. Hinzu kommen Mittel für dessen Weiterbildung, für Inklusion im Ganztag und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie zum Beispiel Sportvereinen. Uns Grünen ist wichtig, dass Elternbeiträge gering sind, deswegen betragen diese maximal 135 Euro pro Monat.
Wir versprechen uns vom Ganztag mehr Chancen für Kinder und Eltern. An anderer Stelle muss im Haushalt gespart werden, doch am Ganztag sparen wir ganz bestimmt nicht. Mit den Investitionen in den Ganztag setzen wir eine ganz klare Priorität auf Bildung in diesem Land.
Der Ausbau des Ganztags war und ist ein großer Kraftakt. Der Prozess war an einigen Stellen kompliziert und dynamisch. Entscheidend ist aber: Das Land steht zu seiner Verantwortung und wird die Kommunen dauerhaft und verlässlich bei der Umsetzung des Ganztags unterstützen.

Malte Krüger
Sprecher für Schule, Hochschule, Wissenschaft, berufliche und politische Bildung
