Schleswig-Holstein ist regional unterschiedlich, das gilt auch für die Schulen. Die Herausforderungen unterscheiden sich zwischen den Städten und auf dem Land, zwischen der Ost- und Westküste, dem Hamburger Rand und den Regionen weit weg von den Lehramtsuniversitäten. Insbesondere der Lehrkräftemangel ist ein ungleich verteilter Mangel und benötigt deswegen regional unterschiedliche Lösungsansätze.
Bildung & Wissenschaft
Lernstandserhebungen sind für die Bildung unserer Schüler*innen wichtig
LeA steht für Lernausgangslage. Zum Start der Grundschule in Klasse 1 und zum Start in der weiterführenden Schule in Klasse 5 wird die Lernausgangslage aller Schüler*innnen mit LeA.SH erfasst. Den Lehrkräften soll LeA helfen, die Kompetenzen der Schüler*innen schnell einzuschätzen. In Klasse 2 und 6 ist LeA dann freiwillig nutzbar.
„Wohnen für Hilfe“ ist ein kleinerer Baustein, aber wir brauchen mehr Wohnheimplätze
Das Deutsche Studierendenwerk selbst ordnet „Wohnen für Hilfe“ ausdrücklich nur als Ergänzungsangebot ein und betont, dass vor allem mehr Wohnheimplätze gebraucht werden. Das ist für uns in Schleswig-Holstein besonders relevant. Die Versorgungsquote mit öffentlich geförderten Studierendenwohnplätzen lag 2025 bei 6,7 Prozent, bundesweit waren es 10,1 Prozent. Dementsprechend legen wir unseren Schwerpunkt genau richtig auf die Schaffung zusätzlicher Plätze.
Rückenwind für Auszubildende
Das Azubiwerk soll Auszubildenden Rückenwind geben, ohne Doppelstrukturen zu schaffen. Es gibt bereits heute Institutionen, die Auszubildende unterstützen, etwa die Jugendberufsagenturen, die Kammern und andere. Das Azubiwerk soll aber das leisten, was auch das Studentenwerk leistet: Immer dann Unterstützung zu sein, wenn man sich im Feierabend befindet, und den Auszubildenden die Hilfe anbieten, die sie schlichtweg verdient haben.
Maßnahmen gegen Mobbing sind Maßnahmen für eine bessere Bildung
Über 30 Prozent der Jugendlichen in Deutschland klagen über Mobbing, das zeigen die aktuellen PISA-Daten. Und wer gemobbt wird, der kann nicht gut lernen und dessen Entwicklung ist gefährdet. Mobbing macht den Schulalltag für Kinder und Jugendliche zur Hölle. Lernen wird zur Nebensache, wenn man von der Klassengemeinschaft ausgeschlossen ist. Und auch die Jugendlichen, die mobben, haben offensichtlich noch nicht genügend Sozialkompetenzen erlernt.
Kita-Politik mit System
TOP 24 – Kita-Plätze nicht vorschnell abbauen und Kita-Bedarfsplanung an validen Daten ausrichten
PISA ist wichtig – aber PISA ist nicht alles
Alle drei Jahre erleben wir wieder einen PISA-Schock. Die Ergebnisse werden breit diskutiert, gerade in Deutschland. Das ist nicht neu. Schon bei der ersten PISA-Studie 2001 waren wir schockiert – oft allerdings auch deshalb, weil wir Deutschland für besser gehalten haben, als es tatsächlich war. Auch das gehört zur Analyse. Ich denke, wir müssen die aktuelle Debatte an einigen Stellen besser ins Verhältnis setzen.
Wir brauchen ein Sondervermögen Bildung
Die Ergebnisse der PISA-Studie zeigen deutlich, dass wir mehr Investitionen in die Bildung brauchen. Alle Lehrkräfte leisten an unseren Schulen enormes und setzen sich für eine gute Bildung unserer Schüler*innen ein. Doch für ihre Arbeit brauchen Lehrkräfte eine bessere Unterstützung. Wir brauchen mehr Investitionen in unsere Schulen. Der Bund muss ein Sondervermögen Bildung auf den Weg bringen, denn wir wollen eine gemeinsame Bildungsoffensive von Bund und Ländern aus einem Guss.
Mehr Bildungschancen durch neues Grundbildungszentrum in Flensburg
Lesen, Schreiben, Rechnen oder sich sicher in einer digitalen Welt bewegen zu können, sind wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe – für einige Erwachsene sind genau diese Dinge im Alltag jedoch eine große Hürde.
Wir schaffen Klarheit bei der Schulpflicht für Heimkinder und bei Videoaufnahmen im Unterricht
Wir wollen eine gesetzliche Schulpflicht für alle Kinder und Jugendlichen in Erziehungshilfeeinrichtungen (umgangssprachlich Heimkinder) schaffen, egal, aus welchem Bundesland sie kommen. Mit der neuen Regelung gibt es eine gesetzliche Gleichberechtigung in Schleswig-Holstein. Gerade diesen jungen Menschen wollen wir mit der Gesetzesänderung einen Anspruch auf Regelbeschulung sichern.
