Kahlschlag bei der Dach-PV verhindern

Die Bundesregierung will die EEG-Förderung für Dach PV Anlagen kleiner als 25 kWp abrupt abschaffen. Nach dem Marktstammdatenregister sind in SH 150.000 Dachanlagen gemeldet. Solche Anlagen sind wichtig für die Menschen:

Wichtig, weil sie bei der Energieproduktion mitmachen können, direkt ihre Wärmepumpe und ihr E-Auto versorgen und somit den viel zu hohen Strompreisen begegnen können. Wichtig für die Schonung der Flächen. In den vielen Gesprächen, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern habe, wird immer wieder betont, dass für PV vor allem Dächer, also bereits versiegelte Flächen, genutzt werden sollten. Und last but not least, wichtig für den Klimaschutz.

Und weil sich Dach-PV‑Anlagen auch rechnen, müssen sie nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag gefördert werden. Deshalb fordern wir in unserem Alternativantrag, dass die Förderung nicht abrupt, sondern weiterhin degressiv gestaltet wird. So wie das bereits im bestehenden EEG der Fall ist.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die abrupte Abschaffung der Förderung bei Anlagen bis 25 kWp nicht nur private Haushalte trifft. Bei dieser Größenordnung schauen wir z.B. auch auf Landwirte mit ihrem Scheunendach, auf Handwerker mit ihrer Werkhalle und Mehrfamilienhäuser, die Mieterstrom machen wollen. In SH sind das zwischen 20.000 und 30.000 PV-Anlagen, die nicht in der Kategorie „Haushalt“ sind.

Unser Alternativantrag ist weitgehender als der SPD-Antrag: Batteriespeicher in Kombination mit einer PV-Anlage sind wichtig, damit die Menschen den Strom nutzen können, auch wenn die Sonne nicht scheint. Speicher machen also den Strom besser nutzbar und unterstützen damit auch die Netzstabilität. Deshalb bitten wir die Landesregierung, sich zudem für die systemdienliche Einbindung der Dach-PV-Anlagen auf Bundesebene einzusetzen.

Ulrike Täck

Sprecherin für Energie und Kreislaufwirtschaft