25 Millionen Euro für mehr Schwimmunterricht und bessere Chancen für den Schwimmsport

Zur Förderung von sechs Schwimmsportstätten in Schleswig-Holstein mit insgesamt 25 Millionen Euro sagt der sportpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Jasper Balke:

„Das ist eine sehr gute Nachricht für den Schwimmsport, für die Schwimmausbildung und für viele Familien in Schleswig-Holstein. Wer mehr Kindern das Schwimmen beibringen will, braucht dafür auch ausreichend Wasserflächen. Genau deshalb ist die Förderung von neuen und sanierten Schwimmsportstätten ein wichtiger Schritt.

Besonders positiv ist die regionale Verteilung der geförderten Projekte. Mit Flensburg, Husum, Laboe, Ratzeburg, Wedel und Malente werden unterschiedliche Landesteile gestärkt. Das ist wichtig, weil Schwimmunterricht nicht davon abhängen darf, ob vor Ort zufällig noch ein intaktes Bad vorhanden ist. Gute Schwimminfrastruktur ist eine Frage von Bildung, Sicherheit, Teilhabe und Sportförderung.

Schwimmen zu lernen ist keine Nebensache. Es schützt Leben, gibt Kindern Selbstvertrauen und ist Grundlage für viele weitere Sportarten. Deshalb ist jeder zusätzliche Quadratmeter Wasserfläche eine Investition in die Zukunft. Dass mit der Förderung kommunale Investitionen von rund 90 Millionen Euro ausgelöst werden, zeigt außerdem: Land, Kommunen und Sport können gemeinsam viel bewegen, wenn die Finanzierung zusammenkommt.

Gleichzeitig dürfen wir uns nichts vormachen: Der Investitionsbedarf bei Schwimmstätten bleibt hoch. Viele Bäder sind in die Jahre gekommen, Sanierungen sind teuer, Energiekosten belasten die Kommunen und neue Wasserflächen entstehen nicht von allein. Das Land leistet hier einen wichtigen Beitrag, aber die Kommunen brauchen dauerhaft verlässliche finanzielle Spielräume.

Wer vor Ort gute Bildungs-, Sport- und Schwimminfrastruktur will, muss die kommunalen Finanzen strukturell stärken und nicht wie die aktuelle Bundesregierung durch Steuersenkungen schwächen. Schwimmbäder sind keine freiwillige Luxusfrage, sondern Teil öffentlicher Daseinsvorsorge. Gerade beim Schwimmunterricht sehen wir, wie eng kommunale Investitionen, Bildungsgerechtigkeit und Sicherheit miteinander verbunden sind.

Ich danke dem Innenministerium, den Kommunalen Landesverbänden, dem Landessportverband und der Sportfamilie für die Arbeit und freue mich, dass das Geld aus dem Sondervermögen nun schnell in die Fläche kommt. Die ausgewählten Projekte zeigen: Schleswig-Holstein kommt beim Schwimmen voran. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“

Jasper Balke

Sprecher für Gesundheit, Pflege, Ehrenamt, Queer, Sport, Gesundheitswissenschaften, Medizinische Forschung und Lehre