Die IHK Flensburg hat heute ein Konzept für eine gemeinsame Strompreiszone Schleswig-Holsteins und Hamburgs mit den dänischen Nachbarregionen Jütland und Fünen vorgelegt. Dazu sagt die energiepolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ulrike Täck:
„Die Wirtschaft im echten Norden hat die Zeichen der Zeit erkannt. Regionale Strompreise sind gelebte Marktwirtschaft. Sie senken die Kosten für das ganze Stromsystem in Deutschland und hier in Schleswig-Holstein noch einmal ganz besonders. Auch die Zahl der Abregelungen würde noch weiter sinken. Wir setzen uns deshalb seit langem für eine Unterteilung Deutschlands in mehrere Strompreiszonen ein.
Energiewirtschaftlich ergibt eine gemeinsame Strompreiszone mit Dänemark Sinn, wie die IHK sie vorschlägt. Dänemark und Schleswig-Holstein sind Energiewendevorreiter und würden von dieser Kooperation sehr profitieren. Solche Ideen sind gelebte europäische Partnerschaft und zeigen auf, warum es so wichtig ist, über den Nationalstaat hinaus zu denken. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die EU-Kommission und Dänemark diesen Vorschlag nun prüfen und zu einem positiven Ergebnis kommen. Eins jedenfalls ist klar: Der Strommarkt braucht möglichst bald Marktwirtschaft statt „weiter so“. Ob in Partnerschaft mit Dänemark oder im nationalen Verbund.“

Ulrike Täck
Sprecherin für Energie und Kreislaufwirtschaft
