Zum Erlass der Katzenschutzverordnung sagt der tierschutzpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen, Dirk Kock-Rohwer:
Seit langem beschäftigen wir uns mit dem Thema „Katzenelend“. Einerseits ist damit das Elend wild lebender Katzen gemeint, die häufig unter Krankheiten leiden, andererseits auch die zunehmende Belastung und Überlastung der Tierheime infolge steigender Zahlen an dort in Obhut gegebenen Katzen. Seit einigen Jahren unterstützt das Land die Kastration wildlebender Katzen durch Aktionen im Herbst und im Frühjahr. Doch damit allein lässt sich das Problem nicht in den Griff bekommen. Dies ist durch eine Anhörung im Fachausschuss am 12. Februar vergangenen Jahres deutlich geworden.
Wir haben deshalb Ende Februar vergangenen Jahres die Landesregierung in einem einstimmigen Landtagsbeschluss gebeten, eine Katzenschutzverordnung auszuarbeiten, die eine verpflichtende Kastration, Kennzeichnung und Registrierung für Freigängerkatzen vorsieht. Ich freue mich, dass dies jetzt umgesetzt wurde. Die Ungeduld der Opposition aufgrund des langwierigen Verfahrens kann ich verstehen, doch war es wichtig, diese Verordnung mit allen Betroffenen und an der Umsetzung beteiligten Stellen, insbesondere den Kommunen, sorgsam abzustimmen. Ich danke der Landesregierung, die hier sorgfältige Arbeit geleistet hat.

Dirk Kock-Rohwer
Sprecher für Landwirtschaft, Forsten, Tierschutz, Katastrophenschutz, Verbraucher*innenschutz, Niederdeutsch und Minderheiten
