Heute wurde der Kinopreis Schleswig-Holstein 2026 an 17 Kinos verliehen. Dazu sagt die kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Uta Röpcke:
„Ich gratuliere allen Preisträger*innen herzlich und danke ihnen für ihr großes Engagement!
Es ist mir in dieser Legislaturperiode ein besonderes Anliegen, die Film- und Kinolandschaft Schleswig-Holsteins zu stärken. Das ist uns in mehreren Schritten gelungen: mit zusätzlichen Mitteln für Filmförderung, mit der Förderung filmischer Studienabschlussarbeiten und jetzt mit einer deutlich gestärkten Kinopreisvergabe. Gerade kleinere Kinos brauchen verlässliche Unterstützung, damit verbessern wir kulturelle Teilhabe im ganzen Land.
Mit unserem Haushaltsantrag haben wir einen deutlichen Schwerpunkt gesetzt: Wir stärken gezielt die kleineren Kinos im ländlichen Raum, die es gerade besonders schwer haben in diesen Zeiten knapper Kassen über die Runden zu kommen. Gerade abseits der großen Städte sind Kinos oft die letzten verbliebenen Kultur- und Begegnungsorte. Deshalb war es uns besonders wichtig, dass genau hier mehr Geld ankommt. Während 2025 rund 22.500 Euro an Kinos außerhalb der kreisfreien Städte gingen, sind es 2026 rund 58.200 Euro. Damit wird die Vielfalt der schleswig-holsteinischen Kinolandschaft sichtbar gemacht und gezielt gefördert.“
Hintergrund:
Das Preisgeld wurde gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt – nahezu die gesamte Erhöhung um rund 52.000 Euro geht auf einen Haushaltsantrag der Koalitionsfraktionen zurück, mit dem erstmals gezielt Preisgelder für Kinos im ländlichen Raum bereitgestellt wurden. Gegenüber dem Vorjahr sind zahlreiche Kinos außerhalb der großen Städte neu beziehungsweise wieder verstärkt unter den Preisträgern – darunter die Häuser in Bordesholm, Ratzeburg, Husum, Bargteheide, Burg auf Fehmarn, Pellworm, Uetersen, Bad Schwartau und auf Amrum.
Ausgezeichnet wurden 17 Kinos und Projekte in den Kategorien „Kino des guten Programms“, „Kino als Kulturort“, „Kino der Nachhaltigkeit“, „Kino für Alle“ und „Kino der guten Idee“. Erstmals hatte die Jury ausdrücklich den Auftrag, mindestens die Hälfte der zur Verfügung stehenden Preisgelder an Kinos in ländlichen Regionen zu vergeben.

Uta Röpcke
Parlamentarische Geschäftsführerin
Sprecherin für Erwachsenen- und Weiterbildung, Kultur, Denkmalschutz
