83 antiziganistische Vorfälle wurden 2025 in Schleswig-Holstein dokumentiert. Wir müssen davon ausgehen, dass viele weitere Fälle nicht bekannt werden. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, die Ausgrenzung, Herabwürdigung oder Benachteiligung erlebt haben.
Kultur, Religion & Medien
Rassismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz
Die Beschmierungen alevitischer Gräber auf dem Südfriedhof in Kiel verurteile ich zutiefst. Sachbeschädigung an Gräbern ist geschmacklos und ehrverletzend. Dass nach aktuellem Kenntnisstand nur alevitische Gräber beschmiert wurden und das direkt vor dem Jahrestag des Massakers von Sivas am 02.07.1993, lässt stark rassistische Motive vermuten. Die Beschmierungen müssen nun sorgfältig untersucht und aufgeklärt werden. Rassismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.
Die Reerdigung erweitert die Vielfalt an Bestattungsmöglichkeiten
Ich bin richtig froh, dass wir heute neben der Erdbestattung und der Einäscherung eine neue Bestattungsform einführen. Das zeigt, dass wir hier fraktionsübergreifend offen sind für Neues. Dass wir auf die Wünsche der Menschen im Land eingehen, auch jenseits des Todes.
Kinopreis Schleswig-Holstein 2026: Haushaltsinitiative der Koalitionsfraktionen stärkt gezielt Kinos im ländlichen Raum
Es ist mir in dieser Legislaturperiode ein besonderes Anliegen, die Film- und Kinolandschaft Schleswig-Holsteins zu stärken. Das ist uns in mehreren Schritten gelungen: mit zusätzlichen Mitteln für Filmförderung, mit der Förderung filmischer Studienabschlussarbeiten und jetzt mit einer deutlich gestärkten Kinopreisvergabe. Gerade kleinere Kinos brauchen verlässliche Unterstützung, damit verbessern wir kulturelle Teilhabe im ganzen Land.
Antisemitismus ist ein Angriff auf unsere Freiheit
Jahr für Jahr zeigt die Dokumentationsstelle LIDA in ihrer Bilanz erschreckend hohe Zahlen antisemitischer Vorfälle. Auch 2025 befinden sich die gemeldeten Vorfälle auf einem hohen Niveau. LIDA bringt viele Vorfälle erst ans Tageslicht, das ist sehr wertvoll. Trotzdem müssen wir davon ausgehen, dass viele Fälle nicht gemeldet werden und das eigentliche Ausmaß noch schockierend höher ist. Angesichts der konstant hohen Zahlen und einer zunehmenden Alltäglichkeit ist verständlich, dass die Meldebereitschaft sinkt. Deswegen müssen wir alle als Gesellschaft wachsam bleiben. Für unsere Freiheit sind wir darauf angewiesen, dass sich jeder Mensch sicher fühlen kann. Menschen jüdischen Glaubens sind fester Teil unserer Gesellschaft.
Theater verändert unseren Blick auf die Welt
Die Herausforderungen, vor denen alle Theater im Land stehen, sind real: Die Folgen der Pandemie sind noch nicht überwunden, gestiegene Personal- und Sachkosten, öffentliche Haushalte sind unter Druck, es gibt wirtschaftliche Unsicherheit. Das betrifft die öffentlichen Häuser ebenso wie die kleineren, privaten Spielorte und die freie Szene.
Wir schlagen ein Bündel an Maßnahmen vor: Medienkompetenz, Plattformregulierung und Einschränkungen der Nutzung
Seit unserer letzten Debatte zum Umgang mit Social Media ist viel passiert. Wir hatten eine lange, intensive Anhörung in den Fachausschüssen. Auch alle Parteien haben sich inzwischen eigenständig und umfassend mit dem Thema befasst und ihre Positionen gefunden. Wir sehen, wie sehr Social Media bereits unsere Gesellschaft prägt, daher ist es wichtig, dass wir uns nicht verheddern in den Analysen, sondern vor allem, dass wir weiterkommen, wirksame Schutzmechanismen etablieren und den selbstbestimmten Umgang mit Social Media fördern.
Positionspapier zum sicheren Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Social Media
Jugendliche müssen sich im Netz bewegen können ohne Zielscheibe von suchtfördernden Mechanismen, Hass und Fake News zu werden. Da die mutige Umsetzung der dafür nötigen Rahmenbedingungen nach wie vor fehlt, braucht es einen Werterahmen einer Altersgrenze kommerzieller Social Media Plattformen.
Schleswig-Holstein stellt sich seiner Geschichte
Sinti*zze und Rom*nja sind in unserem Land schweres Unrecht widerfahren. Sie wurden entrechtet, ausgegrenzt, verfolgt. Sie wurden registriert, stigmatisiert und deportiert. Familien aus Schleswig-Holstein wurden in Ghettos und Vernichtungslager verschleppt, viele von ihnen kehrten nie zurück. Und auch nach 1945 endete das Leid nicht. Überlebende mussten um Anerkennung kämpfen, um Entschädigung ringen und erlebten vielfach erneut Misstrauen und Ablehnung. Sie erlitten doppeltes Unrecht. Dieses Unrecht ist Teil der Geschichte Schleswig-Holsteins. Deshalb ist es richtig, dass wir die vorliegende Studie beschlossen hatten und heute würdigen.
Die Kontrolle der Social-Media-Plattformen muss deutlich gestärkt werden
Die Ausgestaltung muss verhältnismäßig sein, aber wir müssen auch über eine Altersgrenze diskutieren. Alles andere wäre eine unverantwortliche Fortsetzung des Live-Experiments an jungen Generationen.
