Schleswig-Holstein stellt sich seiner Geschichte

Sinti*zze und Rom*nja sind in unserem Land schweres Unrecht widerfahren. Sie wurden entrechtet, ausgegrenzt, verfolgt. Sie wurden registriert, stigmatisiert und deportiert. Familien aus Schleswig-Holstein wurden in Ghettos und Vernichtungslager verschleppt, viele von ihnen kehrten nie zurück. Und auch nach 1945 endete das Leid nicht. Überlebende mussten um Anerkennung kämpfen, um Entschädigung ringen und erlebten vielfach erneut Misstrauen und Ablehnung. Sie erlitten doppeltes Unrecht. Dieses Unrecht ist Teil der Geschichte Schleswig-Holsteins. Deshalb ist es richtig, dass wir die vorliegende Studie beschlossen hatten und heute würdigen.

Junge Talente aus Schleswig-Holstein fördern!

Film und audiovisuelle Formate sind Kultur und gleichzeitig kreativwirtschaftliche Wertschöpfung: Dienstleistungsketten vom Tonstudio bis zur Postproduktion bedeuten neue Ansiedlungen, Gründungen, Aufträge, Innovation. Der Antrag formuliert deshalb ausdrücklich das Ziel, die Kreativwirtschaft und die regionale Wertschöpfung zu stärken und zugleich Bildungsgerechtigkeit zu fördern, damit Qualität von studentischen Abschlussarbeiten nicht vom Geldbeutel abhängt. Und sie können dazu beitragen, dass Schleswig-Holstein nicht nur Drehort bleibt, sondern Herkunftsort neuer junger Stimmen, Gesichter und filmischer Geschichten aus Schleswig-Holstein.

Antisemitismus hat in Schleswig-Holstein keinen Platz!

Der Vandalismus am Mahnmal für die zerstörte Synagoge in der Goethestraße ist ein Angriff auf unser friedliches und tolerantes Miteinander. Wer Gedenkstätten schändet, greift die Grundwerte unserer Demokratie an. Besonders schlimm ist der Zeitpunkt vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Wir verurteilen die Tat und stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaft.

Wir gedenken den Opfern des Nationalsozialismus

Wir stellen uns Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegen, in Parlament und Gesellschaft. Dass es in Schleswig-Holstein rund um diesen Tag vielerorts Gedenkveranstaltungen gibt, zeigt wie wach und aktiv die Zivilgesellschaft sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die nicht nachlässt.

Mehr Planungssicherheit für kulturelle Bildung

Heute machen wir einen wichtigen und lange erwarteten Schritt. Wir setzen um, was wir zugesagt haben. Gleichzeitig bleibt klar: Damit das Gesetz vor Ort wirkt, werden wir seine Umsetzung eng begleiten und die Ergebnisse evaluieren. Musikalische Bildung darf nicht am Geldbeutel scheitern.

Kein Wunschkonzert – aber eine solide Grundlage für Kultur und Erwachsenenbildung

Dieser Einzelplan schafft strukturelle Sicherheit für zentrale Einrichtungen, eröffnet zweite und dritte Bildungswege, hält junge Talente aus Popkultur, Literatur, Film und Theater im Land und sorgt dafür, dass Kultur auch in der Fläche verankert bleibt. Damit untermauern wir auch die demokratische Substanz Schleswig-Holsteins. Und nicht zuletzt: Wir werden endlich ein Musikschulfördergesetz bekommen und dies auch verlässlich mit finanziellen Mitteln ausstatten. Dieser Haushalt ist kein Wunschkonzert, aber er zeigt den Anspruch, dass wir Kultur-, Festival- und Bildungsland sind und auch bleiben werden.

Schleswig-Holstein glänzt: Glücksburg und Schleswig werden Kulturperlen 2026

Die „Kulturperlen“ zeigen, worum es in moderner Kulturpolitik geht: Sie bringen Menschen zusammen und bauen auf Ideen, die aus der Mitte unserer Gemeinschaft kommen und uns über den Ostseeraum miteinander in Verbindung bringen. Dieser Titel ist ein kräftiger Rückenwind für alle, die mit Leidenschaft daran arbeiten, unsere Kulturlandschaft lebendig, offen und zukunftsfähig zu gestalten.

Kultur muss in die digitale Gegenwart geholt werden

Der Bericht und der Digitale Masterplan Kultur 2.0 zeigen: Digitalisierung ist kein Projekt mit Enddatum, sondern eine Daueraufgabe für alle Bereiche unserer Kultur- und Kreativwirtschaft. Schleswig-Holstein hat dafür früh die Weichen richtiggestellt. Seit 2019 gibt der Digitale Masterplan Kultur Struktur, Orientierung und Tempo vor. Jetzt geht es in die nächste Etappe: klug priorisieren, Wirkung verstärken, Teilhabe vertiefen.

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