Erste-Hilfe-Kurse müssen für Schüler*innen Pflicht werden

Gesundheitsthemen sollten mehr an Schulen thematisiert werden. Grundschulkinder sollten wissen, dass man den Rettungsdienst mit 112 ruft. Schüler*innen an weiterführenden Schulen sollten in meinen Augen zumindest Grundkenntnisse bei der ersten Hilfe haben. Und auch Themen wie Blutspende, oder Organspende sollten thematisiert werden. Denn: Erste Hilfe in all seinen Facetten rettet im Zweifelsfall Leben.

Klimaschutz ist der beste Gesundheitsschutz

Die steigenden Temperaturen sind nur ein Symptom einer viel umfassenderen Krise, die unser aller Leben bedroht. Deshalb ist konsequenter Klimaschutz der beste Gesundheitsschutz. Wir müssen alles daransetzen, die Erderwärmung zu begrenzen und gleichzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um uns an die unvermeidlichen Veränderungen anzupassen.

Wir brauchen eine grundsätzliche Reform des Pflegesystems

Das Thema Pflege ist allgegenwärtig, die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege sind bundesweit ein großes Problem und auch pflegende Angehörige brauchen vermehrt Unterstützung, um weiter die Betreuung und Pflege ihrer Angehörigen im häuslichen Umfeld erledigen zu können.

Die Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern- und Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die Gründe für psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind vielfältig und reichen von familiären Herausforderungen über schulischen Leistungsdruck bis hin zu allgemeinen Zukunftsängsten. Die Folge können Depressionen, Angststörungen aber auch die Verstärkung von Suchterkrankungen sein. Gerade für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist die psychische Gesundheit elementar und wirkt sich langanhaltend auf den weiteren Lebensweg aus. Es ist die Aufgabe der Landespolitik, hier entschlossen zu reagieren und insbesondere den Betroffenen und ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.

Wir können es uns nicht leisten, die Studierenden so lange im Ungewissen zu lassen

Seit Monaten, eigentlich seit Jahren ist allen beteiligten Akteur*innen bekannt, was auf sie zukommt. Im Ländervergleich sind wir in Schleswig-Holstein schon weit, das ist auch unserer sehr engagierten Psychotherapeutenkammer zu verdanken, die schon vor einigen Monaten die Weiterbildungsordnung für Schleswig-Holstein auf den Weg gebracht hat. Außerdem findet die Vernetzung zwischen möglichen Weiterbildungseinrichtungen, den Universitäten und der Kammer über den Pakt für die Gesundheits- und Pflegefachberufe statt.

Von guten Bedingungen in der medizinischen Ausbildung profitieren alle Menschen bei uns im Land

Gute Bedingungen für die medizinische Ausbildung und Lehre können dafür sorgen, dass sich junge Menschen nach ihrem Studium entscheiden dort zu bleiben, wo sie gute Erfahrungen gemacht haben. Gerade in Anbetracht des bestehenden Fachkräftemangels müssen wir deshalb deutlich machen, wie wichtig gute Standortbedingungen auch für die Sicherstellung der Versorgung in Schleswig-Holstein sind.

Eine gemeinsame Pflegestrategie für Schleswig-Holstein

Ich bedanke mich bei den Mitgliedern des Landespflegeausschusses für ihre Mitarbeit und der Ministerin für die Initiative. Nun bin ich gespannt, über welches Papier und welche konkreten Maßnahmen eine Übereinkunft getroffen wird. Ich freue mich über die weiteren Diskussionen

Der Konsum von Lachgas ist zu schädlich, um ihn leichtfertig zu betreiben

Distickstoffmonoxid, besser bekannt als Lachgas, ist nicht nur eines der stärksten Treibhausgase, sondern wird seit den 2010er Jahren vermehrt auch in Deutschland und fatalerweise zu großen Teilen von Minderjährigen missbräuchlich verwendet. Immer wieder erreichen uns Meldungen beispielsweise aus Kiel, in denen Minderjährige aufgrund eines viel zu starken Lachgas-Missbrauchs im UKSH Kiel in der Neurologie behandelt werden mussten.

Patient*innenversorgung macht nicht an Ländergrenzen halt

Eine gemeinsame Krankenhausplanung und intensivere Kooperation zwischen den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein und Hamburg ist grundsätzlich zu begrüßen. Aufgrund der immer geringer werdenden personellen, aber auch finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen ist eine bessere Verzahnung bestehender Strukturen ohnehin unbedingt notwendig.

Frauengesundheit und Gendermedizin stärken

Viele Symptome schwerwiegender Erkrankungen unterscheiden sich sehr stark zwischen den Geschlechtern. Auch Medikamentenwirkungen müssen in Zukunft viel stärker geschlechtsspezifisch betrachtet werden, denn die Fokussierung auf den männlichen Körper in vielen Studien vergangener Jahre führt zu einer Schlechterstellung mit Nebenwirkungen für all jene Menschen, die nicht dem Normgeschlecht und dem Standard „jung, männlich, weiß“ entsprechen.

1 5 6 7 8 9 12