Machtmissbrauch an Hochschulen muss eingedämmt werden

Machtmissbrauch an Hochschulen ist ein ernstzunehmendes Problem, das wir entschieden angehen müssen. Aber es braucht wirksame, durchdachte Lösungen in Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Außerdem muss man sich stets fragen: Welche bestehenden Maßnahmen greifen bereits und wie können sie verbessert werden?

Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Unsere Hochschulen stehen finanziell nun deutlich besser da, als es vor über zehn Jahren noch der Fall gewesen ist. Unser Ziel ist es, die Hochschulen in Schleswig-Holstein finanziell stabil zu halten und gleichzeitig die Qualität von Lehre und Forschung zu sichern. Die Mittel aus den Verwaltungskostenbeiträgen tragen auch dazu bei, notwendige Strukturen an den Hochschulen aufrechtzuerhalten, ohne in diesen Bereichen Kürzungen vornehmen zu müssen.

Hopp, hopp, flopp – nicht jede*r rennt im gleichen Trott!

Noten können motivieren, aber sie können auch demotivierend wirken, denn Fähigkeiten sind unterschiedlich ausgeprägt. Gerade deshalb sind alternative Rückmeldesysteme wie Kompetenzraster, verbale Einschätzungen oder Portfolio-Systeme besser geeignet, um eine differenzierte und motivierende Rückmeldung zu geben. So kann die persönliche Entwicklung von Schüler*innen stärker in den Fokus gerückt werden, ohne dabei den Anspruch zu verlieren, auch Bestleistungen zu fördern.

Die SPD hätte ihren Antrag im Haushaltsverfahren einbringen können

Anstatt sich konstruktiv in diesen parlamentarischen Prozess einzubringen, lädt die SPD nun eine Woche nach der Verabschiedung der Gesetzesänderung zu einem Pressegespräch ein und stellt einen Antrag, der im regulären Haushaltsverfahren längst hätte eingebracht werden können. Ich kann mir das nur damit erklären, dass es der SPD nicht um die Sache, sondern nur um mediale Aufmerksamkeit geht.

Balanceakt zwischen Haushaltslage und Bildungsanspruch

Der Bericht der Landesregierung zeigt für Schleswig-Holstein eine befriedigende Unterrichtsversorgung. Dennoch muss leider auch der Bildungsbereich Federn lassen, da es eine große Finanzierungslücke gibt. Im Haushalt 2025 werden zwar 30 Millionen Euro mehr für Bildung zur Verfügung stehen, allerdings ist der Anstieg nicht ausreichend, um alle Entwicklungen abzufedern. Daher wird die Unterrichtsversorgung absinken, aber mindestens 100 Prozent halten.

Schulgesundheitsfachkräfte: Eine grundsätzlich gute Idee zum falschen Zeitpunkt

Angesichts der notwendigen Einsparungen im Landeshaushalt, die bereits zu Stellenkürzungen bei Lehrer*innen führen, ist es schlichtweg nicht möglich, neue finanzielle Mittel für Schulgesundheitsfachkräfte bereitzustellen. Wir müssen uns derzeit darauf konzentrieren, die bestehenden Strukturen zu erhalten und auszubauen, anstatt neue Programme zu starten, die finanziell nicht abgesichert sind.

Ein fraktionsübergreifendes Zeichen gegen Kinder- und Jugendgewalt

Mir ist der Punkt wichtig, dass wir prüfen, wie kommunale Präventionsketten weiterentwickelt und gestärkt werden können. Ziel soll es sein, dass durch die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams eine bessere Vernetzung zwischen Schule, Jugendhilfe, Kinderschutz, Gesundheitsfürsorge, Polizei, Schulsozialarbeit und gegebenenfalls Justiz weitere Effekte erreicht werden.

Unser Ziel: Kein Mensch ohne Schulabschluss 

Leider verlassen zu viele Schüler*innen die Schule ohne Abschluss. Dabei ist der Schulabschluss die Grundlage für eine Ausbildung und einen Beruf. Die Gründe, wieso Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen, sind vielfältig. Manche erreichen die Mindestanforderungen nicht, andere haben Angst vor der Schule oder denken, ein Schulabschluss sei nicht wichtig. Unser Antrag geht das Problem von allen Seiten an.

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