Vor einer Woche hat die schwarz-grüne Koalition einen 92-seitigen Gesetzentwurf zur Änderung des KitaG (Kindertagesbetreuungsgesetz) eingebracht, der in monatelangen Gesprächen mit allen Beteiligten durch das Sozialministerium erarbeitet wurde. Der Vorwurf, diese Koalition oder die Sozialministerin hätten keinen Willen zur Veränderung oder die Kitas seien uns nicht wichtig, ist angesichts der darin vorgesehenen zahlreichen und umfangreichen Anpassungen schlicht nicht haltbar.
Bildung & Wissenschaft
Erste wichtige Schritte an unseren Schulen – Weitere Reformen und Innovationen erforderlich
Mit dem neuen Schuljahr treten mehrere, teils lang geplante, Reformen in Kraft: die Einführung des Pflichtfachs Informatik, die Abschaffung des Fehlerquotienten und die verpflichtende Einführung von Schüler*innenfeedback. Diese Neuerungen sind ein deutlicher Schritt in Richtung Modernisierung unseres Schulsystems.
Multiprofessionelle Teams an Schulen weiterentwickeln und mehr Flexibilität an Schulen ermöglichen
Unser Ziel ist es, das Berufsfeld Schule insgesamt attraktiv zu gestalten. Der Handlungsplan Lehrkräftegewinnung beinhaltet viele sinnvolle Maßnahmen, mehr Personal für Schulen zu gewinnen. Dazu gehört, die multiprofessionellen Teams an Schulen stetig weiterzuentwickeln.
Kitas brauchen Planungssicherheit
Wir haben in Schleswig-Holstein eine geteilte Finanzierungsverantwortung und es ist wichtig, dass diese unterschiedlichen Verantwortlichkeiten verlässlich und solidarisch ineinandergreifen. Kitas, Träger und Kommunen sollen sich auf verlässliche Rahmenbedingungen einstellen können, denn nur dann kann die frühkindliche Bildung und Betreuung auch Kindern und Eltern die notwendige Verlässlichkeit bieten. Und das muss das gemeinsame Ziel sein.
Erste-Hilfe-Kurse müssen für Schüler*innen Pflicht werden
Gesundheitsthemen sollten mehr an Schulen thematisiert werden. Grundschulkinder sollten wissen, dass man den Rettungsdienst mit 112 ruft. Schüler*innen an weiterführenden Schulen sollten in meinen Augen zumindest Grundkenntnisse bei der ersten Hilfe haben. Und auch Themen wie Blutspende, oder Organspende sollten thematisiert werden. Denn: Erste Hilfe in all seinen Facetten rettet im Zweifelsfall Leben.
Musikschulen eine realistische Perspektive bieten
Durch den Landesverband wurde außerdem eine Petition gestartet, die innerhalb von vier
Wochen fast 3000 Mitzeichnerinnen und damit das Quorum einer Befassung durch den Petitionsausschuss erreicht hat. Auch diesem Engagement der Musikschulen gebührt unsere Anerkennung.
Vor etwa einem Jahr haben wir hier über Kulturgesetzgebung im Allgemeinen und ein Musikschulfördergesetz für Schleswig-Holstein im Besonderen gesprochen und sind uns erfreulicherweise im Ziel alle einig. Einzig nach dem besten Weg dahin müssen wir weiterhin suchen, besonders angesichts der immer schwieriger werdenden Haushaltslage.
Aufgeregte Debatte versachlichen – Schüler*innen für mehr Sport begeistern
Zur Erfahrung beim Sportwettkampf zu gewinnen, gehört auch immer die Erfahrung anderer zu verlieren. Das kann bei den Bundesjugendspielen gerade für Kinder schwierig sein und sie demotivieren Sport zu treiben. Deswegen freut es mich, dass das Kuratorium der Bundesjugendspiele sich Gedanken zur altersgerechten Weiterentwicklung der Bundesjugendspiele macht. Wir Grüne unterstützen jede Bestrebung, die zum Ziel hat, mehr junge Menschen für Sport zu begeistern.
Unterschiedliche Arbeitskulturen können Länder zusammenschweißen
Es gibt viele Gründe, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Trotzdem gibt es immer wieder Hürden bei der Anerkennung von Abschlüssen. Warum können wir hier nicht besser werden, wenn wir es alle als so notwendig ansehen? Wer hat ein Interesse daran?
Wer wissen will, was in der Welt passiert, schaut selbstverständlich ins Internet
Wir wollen mehr Schüler*innen für ein Engagement in den Vertretungen begeistern und ihnen Gehör verschaffen. Ohne Instagram, TikTok und co. wird das vermutlich schwer.
Coaching-Programme helfen Jugendlichen dabei, ihre Stärken zu finden
eder und jede von uns kennt die Frage von der Oma oder dem Opa: Was willst du mal werden? Oft haben Schüler*innen darauf keine Antwort und sind orientierungslos. Bei vielen löst sich das im Laufe der Zeit. Es ist heute auch völlig in Ordnung, sich auszuprobieren und zu schauen, ob ein bestimmter Ausbildungsberuf etwas für einen selbst ist.
