Die vorgeschlagene Anpassung des Ladenöffnungszeitengesetzes stärkt den ländlichen Raum und wahrt zugleich die Rechte der Arbeitnehmer*innen auf Erholung an Sonn- und Feiertagen. Durch den Strukturwandel schließen vermehrt kleine Dorfläden und die Menschen müssen in den nächstgrößeren Ort fahren. Mit der Möglichkeit, in kleinen Orten kleine automatisierte Supermärkte und Hofläden auch an Sonn- und Feiertagen zu öffnen, machen wir diese Angebote für die Betreibenden wirtschaftlicher und stärken so die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort.
Umwelt, Landwirtschaft & ländliche Räume
Wir brauchen mehr Schutzgebiete wie die Hornholzer Höhen, um den Artenschwund aufzuhalten
Naturschutzgebiete haben eine große Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. In unserer immer stärker zerschnittenen Kulturlandschaft brauchen wir Rückzugsräume und Wanderkorridore für die wildlebenden Arten. Schutzgebiete schaffen nicht nur einen Raum für Erholung im Einklang mit der Natur. Sie sind vor allem auch ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, ohne welches Leben auf der Erde unmöglich wäre. In Schutzgebieten kann ein genetischer Austausch stattfinden und sie ermöglichen uns, mehr Widerstandskraft gegen die klimatischen Veränderungen zu erhalten.
Nordsee-Wale brauchen unseren Schutz
Wale sind intelligente, faszinierende und für das Ökosystem bedeutsame Tiere. Wer schon einmal einem Wal in freier Wildbahn begegnet ist, vergisst das wohl nie wieder. Damit solche Begegnungen auch in Zukunft noch in unserer Nordsee möglich sind, müssen wir noch mehr tun für unsere heimischen Schweinswale.
Wir müssen bei PFAS an der Quelle ansetzen
Um das Risiko, das von Ewigkeitschemikalien ausgeht, zu vermindern, müssen wir an der Quelle ansetzen und dafür sorgen, dass deutlich weniger dieser Stoffe ihren Weg in die Umwelt finden. Dazu brauchen wir dringend Beschränkungen für diese Stoffklasse. Hier blicke ich in Richtung EU, wo bereits Vorschläge diskutiert werden, an denen sich auch Deutschland beteiligt. Ich hoffe nun sehr, dass wir gemeinsam mit den anderen europäischen Staaten zügig zu Lösungen kommen.
Wir schaffen die Grundlage, um uns an den Klimawandel anzupassen
Nun sind wir endlich so weit, die Reform des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes wird beschlossen. Anfang Oktober wurde der Regierungsentwurf veröffentlicht. Seitdem hatten wir Anhörungen, Diskussionen und viele Gespräche. Ich möchte noch einmal kurz zusammenfassen, warum dieses Gesetz wichtige Neuerungen bringt.
Wildmuscheln helfen beim Meeresschutz
Miesmuschelbänke bilden lebendige und vielfältige Riffe, Wildmuscheln helfen beim Meeresschutz. Ich begrüße es daher, dass wir uns gemeinsam für eine Änderung des Abkommens zwischen Deutschland und Dänemark einsetzen und damit auf beiden Seiten der Förde die Wildmuschelfischerei nicht mehr stattfinden wird.
Dieser Haushaltsentwurf bringt Naturschutz, Küstenschutz, Klimaschutz und Energiewende voran
Die Natur hat keine Lobby – außer uns. Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist kein „nice to have“ sondern auch im Grundgesetz und in unserer Landesverfassung verankert. Schon im letzten und vorletzten Jahr habe ich an dieser Stelle davor gewarnt, der Biodiversitätskrise kein Gehör zu schenken, nur weil wir die Festplatte der Natur leise zerstören!
Seegraswiesen sind ein Gewinn für Klima und Artenvielfalt
Ich freue mich sehr, dass der Bund durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz aktiv Innovationen fördert, die auf natürliche Prozesse aufbauen. Oft schützen diese nicht nur das Klima, sondern auch Natur und Artenvielfalt. Dieses ganzheitliche Denken können und sollten wir als Gesellschaft fördern.
Zukunft braucht Höfe
Höfe brauchen Zukunft und Zukunft braucht Höfe. Darum gilt meine Solidarität den Bäuer*innen und den vielen Menschen, die mit ihnen heute für eine Agrarpolitik auf die Straße gehen, die Höfe erhält, unsere Umwelt schützt und Tierleid vermeidet.
Aus dem Projekt an der Schlei können wir viel für den Rest des Landes mitnehmen
Wenn wir Landwirtschaft mit dem Schutz unserer Binnen- und Küstengewässer vereinbaren wollen, müssen wir Wege finden, Nährstoffflüsse deutlich zu reduzieren. Das Projekt in der Modellregion Schlei zeigt eindrucksvoll, dass das geht. Verbessertes Monitoring, breitere und möglichst dicht bewachsene Gewässerrandstreifen, Förderprogramme für staunasse Ackersenken – eine Vielzahl von Maßnahmen wirkt hier zusammen und führt damit zu einer messbaren Reduktion der Nährstoffeinträge und zu mehr Biodiversität.
