Keine Verkehrstoten ist ein erreichbares Ziel

Es ist erfreulich, dass die Zahl der Verkehrstoten zurückgeht. Die Vision Zero verlangt aber mehr von uns. Keine Verkehrstoten ist ein erreichbares Ziel, das zeigen Städte wie Oslo oder Helsinki erfolgreich. Doch uns haben lange die rechtlichen Möglichkeiten dafür gefehlt. Deswegen ist es zentral, dass wir in Schleswig-Holstein die Reform des Straßenverkehrsrechts und die darin vorgesehenen Möglichkeiten für mehr Verkehrssicherheit unterstützen.

Kieler Stadtbahn: Straßen entlasten, den Verkehr flüssiger machen und für mehr Lebensqualität sorgen

Die Stadtbahn wird die Mobilität in Kiel verändern. Sie wird die Straßen entlasten, den Verkehr flüssiger machen und für mehr Lebensqualität sorgen. Kieler*innen bekommen eine nachhaltige, schnelle und komfortable Alternative zum Auto. Der CO₂-Ausstoß und schädliche Abgase werden erheblich gesenkt. Doch der Nutzen geht über die Stadtgrenzen hinaus. Die Stadtbahn wird auch das Umland stärken und die Anbindung an benachbarte Regionen verbessern. Insbesondere im Bereich des Arbeitsmarkts und der Fachkräftegewinnung wird die Stadtbahn eine zentrale Rolle spielen.

Eine gute Nachricht für Pendler*innen und den ländlichen Raum

Der Planfeststellungsbeschluss ist ein Meilenstein für die Reaktivierung von „Hein Schönberg“. Bis Ende des Jahres soll nun der erste Abschnitt von Kiel bis Schönkirchen fertig gestellt werden, 2026 bis Probsteierhagen. Ab Anfang 2028 kann man dann mit klimaneutralen Akkuzügen in einer halben Stunde von Kiel bis zum Endbahnhof in Schönberg fahren.

Kiel bekommt die Stadtbahn: Grünes Licht für eine Landesunterstützung

Lange war Kiel die einzige Landeshauptstadt ohne Tram, das wird sich jetzt ändern! Wir wollen die Kieler Stadtbahn landesseitig unterstützen und uns an den Investitionskosten mit 15 Prozent, nach aktuellen Schätzungen sind das etwa 80 bis 100 Millionen Euro, beteiligen. Das ist ein großer Kostenblock und zeigt die große Priorität der Verkehrswende für die Landesregierung. Damit die Stadtbahn finanziell gesichert werden kann, ist es nun wichtig, die nötigen Mittel vorsorglich zurückzulegen. Daran werden wir jetzt arbeiten.

Wir brauchen den zweigleisigen Ausbau der Marschbahn

Die Beschleunigungskommission Schiene hat dafür einen geeigneten Vorschlag gemacht: Ein Schieneninfrastrukturfonds, der sich aus Verkehrseinnahmen und Haushaltsmitteln speist und langfristige, überjährige Investitionen ermöglicht, würde genau diesen Zielen gerecht werden. Die Schweiz betreibt einen solchen Fonds schon lange erfolgreich.

E-Scooter können Teil einer Mobilitätswende sein

Gerade der private Erwerb von E-Scootern ist mit längerer Lebensdauer der Geräte verbunden, mit ordnungsgerechterer Nutzung und, ganz besonders, mit der Mitnahme im ÖPNV. Zusammengeklappt passen die Geräte nämlich wunderbar unter den Sitz oder in die Gepäckablage und können die letzten Kilometer vom Bus oder Zug nach Hause oder zur Arbeit schnell erledigen.

Ein Erfolg für Klimaschutz und Klimaanpassung – mit Pragmatismus und Planungssicherheit!

Der Gesetzentwurf ist ein wichtiger Baustein, das Land auf die Klimakrise vorzubereiten. Das Klimaziel 2040 wird festgeschrieben und damit auch Grundlage aller klimapolitischen Vorhaben des Landes. Das ist ein riesiger Erfolg! Neben Klimaschutz schreiben wir auch die Anpassung an die Erderwärmung fest. Künftig werden alle Kreise Klimaanpassungskonzepte erstellen und erhalten dafür Unterstützung vom Land.

Das System Schiene zukunftsgerecht aufstellen

Für jeden unserer Züge von Kiel nach Hamburg zahlen wir circa 640 Euro Trassengebühr an die DB InfraGO. Wir fahren die Strecke aber nicht einmal, sondern rund 80 Mal am Tag hin und zurück. Rechnet man die Kosten also für die rund 30.000 Fahrten im Jahr aus, kommen wir auf Trassengebühren von 20 Millionen Euro jährlich. Allein für Kiel-Hamburg. Die Summe ist fast zehn Mal so hoch wie wir für den Antrieb, also den Strom auf der Strecke zahlen.

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